Zwei neue Kindergärten gesegnet

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Pfarrer Matthias Reiner segnet den "neuen" Kindergarten.
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In Lippach und Reichenbach hat die Gemeinde Westhausen in neue Kindergärten investiert.

Westhausen. Gleich zwei neue Kindergärten konnten in Reichenbach und in Lippach am Samstag gesegnet werden. Das sei – zusammen mit den Investitionen in die Schulen - ein Zeichen, dass der Gemeinde die Bildung sehr wichtig ist, sagte Bürgermeister Markus Knoblauch. Auch wenn die Einweihungen ohne Kinder stattfinden musste.

In Reichenbach ist der bestehende Kindergarten auf fünf Gruppen, darunter eine U3-Gruppe, erweitert worden. Entstanden sind dazu eine neue Küche, ein Turnraum, Neben- und Büroräume und ein neuer Eingang. Auch die Außenanlagen wurden erneuert. Aufgrund der Hanglage wurde quasi im Untergeschoss ein kleinerer Bürgersaal gesetzt, so dass der Kindergarten auf einer Ebene angelegt ist. In eineinhalb Jahren Bauzeit – wegen Corona aber ein Jahr verzögert – wurden die Räume fertiggestellt, 2,1 Millionen Euro in den schmucken Kindergarten und rund 400 000 Euro in den Mehrzweckraum, der von Vereinen und Bürgern genutzt werden soll, wurden investiert. Insgesamt erhielt die Gemeinde 750 000 Euro Zuschuss, wie der Bürgermeister sagte. Alle Arbeiten wurden im Übrigen im laufenden Betrieb erledigt, „ihr habt viel Geduld bewiesen“, ergänzt Knoblauch.

Architekt Mathis Tröster vom Planungsbüro ACT stellte den Bau vor. Pfarrer Matthias Reiner sagte: „Klein reingehen und groß rauskommen – die Voraussetzungen für die Kinder sind hier zusammen mit dem Team um Leiterin Andrea Windirsch bestens.“ Er segnete Gebäude und neue Spielgeräte. Tröster und Bürgermeister Knoblauch führten die Gäste durch die neuen Räume, bevor man sich zum Umtrunk traf.

Anschließend ging es nach Lippach. Auch hier wurde der Kindergarten umgebaut und erweitert. Der Zeitplan wurde hier fast eingehalten – die Außenanlagen wurden etwas verspätet fertig, am 30. August konnten die Gruppen einziehen, wie Knoblauch sagte. Nach längeren Überlegungen zunächst um eine Sanierung, wurden letztlich rund 1,7 Millionen Euro in eine Erweiterung um eine U3-Gruppe und weitere Neben- und Lagerräume investiert. Etwa 165 000 Euro gibt es an Zuschüssen. „Während der Bauzeit mussten die Kinder und Betreuerinnen in das Dorfhaus umziehen, das vorher dafür hergerichtet werden musste“, ergänzte er.

Architekt Falk Deucker vom Büro ACT erläuterte die Bauweise und die entstandenen Flächen. „Es wurde nachhaltig in Holzständerbauweise und Bestandsschonend gebaut, was ein gesundes Raumklima erzeugt“, sagte er. Die Fenster und das Licht wurden erneuert, im Anbau entstanden ein neues WC, ein Personalraum, eine neue Küche und Lagerräume. Pfarrer Reiner zitierte das Lied „Sind so kleine Hände“ von Bettina Wegener als treffend und segnete das Gebäude. Danach konnten die Besucher es auch hier besichtigen. „Nächstes Jahr können wir hoffentlich größer feiern und die beiden Kindergärten allen vorstellen“, hofft Knoblauch. Jürgen Eschenhorn

Westhausens Bürgermeister Markus Knoblauch bei seiner Ansprache in Reichenbach.

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