Hochwasser: Hammer und Hügler machen mobil

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Maischerz am Schlierbach in Niederalfingen
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Vor der Gemeinderatssitzung am Donnerstag in Hüttlingen meldet sich die Bürgerinitiative zu Wort. Jürgen Steck

Hüttlingen. Erneut geht es im Gemeinderat von Hüttlingen um die Verbesserung des Hochwasserschutzes im Ortsteil Niederalfingen am Schlierbach. Aktuell geht es um formal um die Vergabe von Ingenieurleistungen. Im Vorfeld der Sitzung am kommenden Donnerstag, 19. Mai, macht die Bürgerinitiative „Hochwasserschutz sofort“ BI Niederalfingen aber mobil. In einem offenen Brief an die Mitglieder des Gemeinderates und den Bürgermeister fordern sie die Gemeinderäte auf, über den Tagesordnungspunkt Hochwasserschutz namentlich abzustimmen. Dies sei notwendig, „um Verantwortlichkeiten von Entscheidungen auch namentlich zuordnen“ zu können, wie Anton Hügler, Vorsitzender der BI, und Wilhelm Hammer, Sprecher des Vorstandes der BI schreiben. Denn Hügler und Hammer befürchten, dass die bislang geplanten Maßnahmen „nur kostenintensiv“ seien, jedoch „keinerlei Wirkungen“ erzielten. Das Gutachten sei unvollständig, da es nicht den gesamten Flusslauf  von der Mündung bis zur Quelle einschließe. Dies liege daran, dass für das Gutachten die Kosten gedeckelt seien, was eine Gesamtbetrachtung der Ursachen für Hochwasser nicht möglich mache. 

„Alle Maßnahmen sind wirkungslos, wenn nicht der Einfluss des Schlierbaches in den Kocher" anders gestaltet werde, schreiben Hügler und Hammer, die einen Paralleleinfluss befürchten. Die beabsichtigten Maßnahmen schützten die Bürgerinnen und Bürger „weder vor Hochwasser noch haben diese eine entsprechende Wirkung vor diesem“.

Ferner  monieren Hügler und Hammer, dass von Seiten der Verwaltung Einfluss ausgeübt werde auf Bürgerinnen und Bürger, die Einspruch erhoben haben gegen eine Schutzmauer, die die Mitglieder der BI für nicht zielführend erachten.  

Die Sitzung ist am kommenden Donnerstag, 19. Mai, und beginnt um 17 Uhr.  

Hüttlingen-Niederalfingen, Niederalfingen, Hochwasser 2016
Hier entlang der Hürnheimer Straße schlägt der Gutachter beidseitig niedrige Schutzmauern vor.

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