3800 Stunden ehrenamtliche Arbeit

  • Weitere
    schließen
+
Die Bauarbeiten für den Anbau am Feuerwehrgerätehaus in Wißgoldingen schreiten voran. Ortschaftsräte um Bürgermeister Michael Rembold (r.) besichtigten diesen am Dienstagabend.
  • schließen

Die Wißgoldinger Ortschaftsräte nehmen vor ihrer Sitzung am Dienstagabend die Bauarbeiten am Florian unter die Lupe.

Waldstetten-Wißgoldingen

Am 2. Oktober gab’s die Grundsteinlegung für den Anbau an das Feuerwehrgerätehaus in Wißgoldingen. Seither hat sich viel getan. Das Trapezdach ist drauf, die Dämmung der Sparren darunter fertig. Zudem sind alle Fenster und Türen an den Außenwänden drin. „Man sieht, wie es wächst“, zeigte sich Wißgoldingens Ortsvorsteherin Monika Schneider begeistert. Zumal bislang 3800 ehrenamtliche Arbeitsstunden durch die Feuerwehrangehörigen geleistet wurden. Auch wenn dies in Pandemiezeiten bedeutete, dass man in „Minikleingruppen“ arbeiten musste, wie der im Mai frischgewählte Kommandant der Abteilung Wißgoldingen, Markus Heilig, bedauerte. Jetzt allerdings gehe e es zügig voran.

Sorgen bereiten momentan die langen Lieferzeiten fürs Baumaterial. Der stellvertretende Bauamtsleiter Benedikt Traa schilderte, dass etwa für Styropor aktuell sechs Monate Lieferzeit bestehe. „Deshalb haben wir auch auf Steinwolle zurückgegriffen. Das geht schneller.“ Weniger Sorge bereiten die Materialkosten. Hier sei es das Pech der Handwerker, die beim Erteilen der Aufträge vor geraumer Zeit noch niedrigere Kosten fürs Material ansetzten. Allgemein betrachtet, ist man aktuell bei rund 900 000 Euro Baukosten für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses.

Momentan ist der Gipser am Werk, erklärte der Kommandant. Wiederum in Eigenarbeit werde dann die Konstruktion für eine abgehängte Decke vollzogen. „Dann kann der Elektriker kommen.“ Sobald das Gerüst im Außenbereich weg ist, muss rund ums Haus ein Kanal verlegt werden. Zuzüglich Versorgungsleitungen. „Zusammen kriegen wir das alles hin“, sagte Traa zuversichtlich. Auch wenn man im Zeitplan durch Corona etwas hinterherhinke.

Unterm Strich wird es eine neue Kommandozentrale, einen Versammlungsraum, Umkleide- und Sanitärräume nach Geschlechtern getrennt und mehr geben. Vor allem verschwinden die Spinde aus der Fahrzeughalle. Dank gab’s für den „ehrenamtlichen Bauleiter“ Achim Krumpschmied, der laut Kommandant täglich auf der Baustelle ist. „Ein Viertel des Kapitals hier geschieht in Eigenleistung“, hob Traa anerkennend hervor.

Zurück zur Übersicht: Lorch

WEITERE ARTIKEL