78 Prozent der Energie wird selbst erzeugt

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GUm den Hochwasserschutz am Götzenbach zu verbessern , vergab der Lorcher Gemeinderat nun auch einen dritten Bauabschnitt. Er soll zwischen Ofengasse und Wilhelmstraße wirken.
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Lorcher Gemeinderat befasste sich mit Kläranlagen-Sanierung und Hochwasserschutz.

Lorch. Zwischen 2022 und 2025 wird die Stadt Lorch insgesamt 4,5 Millionen Euro in die Sanierung der Kläranlage investieren. In mehreren Bauabschnitten wird die Anlage ertüchtigt. Unter anderem erfolgt der Neubau für einen Faulturm und ein Blockheizkraftwerk sowie eine Photovoltaikanlage. Über den aktuellen Sachstand der Planung informierten am Donnerstag die Ingenieure Matthias Strobel und Johannes Haus vom Abtsgmünder Planungsbürp Strobel. Die Ausführungen zeigten, wie komplex die Aufgabenstellung ist.

Immer das Ziel vor Augen, so wenig Provisorien wie möglich zu brauchen, erklärte Matthias Strobel. Schließlich müsse der Betrieb gewährleistet sein. In den kommenden Monaten sind Geologen und Statiker mit der Aufgabe betraut, im März wird das Thema erneut im Gemeinderat thematisiert. Insgesamt drei Bauabschnitte sind vorgesehen, wobei Strobel und Haus vor allem auf den ersten eingingen. Hier dreht sich alles um die mechanische und die biologische Reinigungsstufe sowie um die Schlammbehandlung. Dabei wurde auch auf die beengten Rahmenbedingungen eingegangen: Die Anlage liegt zwischen der Bundesstraße, der Rems sowie dem Badesee.

Unterm Strich wird durch den neuen Faulturm, die Photovoltaikanlage und das Blockheizkraftwerk insgesamt 78 Prozent des Strombedarfs auf der Anlage selbst erzeugt werden. Ingenieur Haus erläuterte die unterschiedlichsten Bausteine, die im ersten Abschnitt realisiert werden. Das Büro Strobel arbeitet für diesen Auftrag mit dem Ingenieurbüro Midiplan aus Bietigheim-Bissingen zusammen, die sich um die energetische Planung (Heizung, Photovoltaikanlage und Gas) kümmern, wie Strobel feststellte. Alle drei Bauabschnitte sollen 2025 erstellt werden, „Anfang 2025 wird die Faulung in Betrieb gehen“, kündigte Strobel an. Rund 4,5 Millionen Euro werden insgesamt investiert.

„Das sind viele Maßnahmen in einem. Respekt an die Planung“, sandte Bürgermeisterin Marita Funk im nächsten Tagesordnungspunkt, der sich um Hochwasserschutz am Götzenbach drehte, an das Ingenieurbüro Strobel. Bei der Umsetzung dieses dritten Bauabschnitts wären die Anwohner in der Ofengasse wie auch die der Innenstadt vor einem hundertjährigen Hochwasser des Götzenbachs geschützt. Hierfür sind unter anderem Böschungssicherungen, etwa durch Bohrpfähle, nötig. Zudem muss der Brückendurchlass um 30 bis 40 Prozent erhöht werden, um Rückstau zu vermeiden.Bis Juni 2023 sollen die Arbeiten erledigt sein. Momentan wird noch am Zollplatz gearbeitet. Die Stadträte sprachen sich für die Ausführung des dritten Bauabschnitts zum Hochwasserschutz zwischen der Ofengasse und der Wilhelmstraße aus. Rund 1,4 Millionen Kosten sind berechnet, jetzt wird ausgeschrieben.

Im September befassten sich die Stadträte um Bürgermeisterin Funk mit dem Hochwasserschutz im Einlaufbereich Aimersbachverdolung. Hier dreht sich alles um die Erhöhung der Wände im Einlaufbereich. Nun lagen die Ergebnisse der Ausschreibung vor. Das Gremium vergab die Arbeiten an die Firma Hans Ebert aus Pommertsweiler für 108 230 Euro. Funk stellte fest, dass das günstigste Angebot rund 37 Prozent unter der Kostenberechnung liegt. Anja Jantschik

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