Alfdorf muss auf Fördergelder verzichten

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Zwischen Breitenfürst und Walkersbach sollen drei Windkraftanlagen gebaut werden.
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Windkraftanlagen und Alarmsirenen beschäftigen das Alfdorfer Gremium.

Alfdorf. Nur als „Bekanntgabe“ unterrichtete Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung darüber, dass es einen Antrag für den Bau von drei Windkraftanlagen zwischen Breitenfürst und Walkersbach gibt. Die Gemeinde Alfdorf könne als Nachbarkommune lediglich eine Stellungnahme abgeben, aber davon werde abgesehen. „Also nur zu ihrer Kenntnisnahme“, stellte Krötz fest. „Wir haben da keine Aktien im Keller“, fügte er an.

Mit Bedauern informierte der Bürgermeister außerdem darüber, dass die Gemeinde trotz Antrags nicht in den Genuss einer Förderung für den Ausbau von Sirenen kommen werde. Auch in der zweiten Tranche sei „Alfdorf nicht dabei“ – im Gegensatz zu den umliegenden Kommunen Welzheim oder Kaisersbach. Die Nachfrage sei zu hoch, der Zuschusstopf „maßlos überzeichnet“, so Krötz. Er habe diesbezüglich einen Brief an die Abgeordneten gesandt, in dem diese aufgefordert werden, „Druck“ beim Land und Bund für eine weitere Zuschussrunde zu machen. „Ich hoffe, dass sich noch etwas tut“, stellte Krötz fest.

Einstimmig waren die Gemeinderäte dafür, dass eine Außenbereichssatzung für den Bereich „Tannhof“ auf den Weg gebracht wird. Ziel ist es, durch diese Satzung die rechtliche Grundlage für Wohnbebauung in Baulücken in dem eigentlich für Landwirtschaft privilegierten Bereich zu schaffen. Nun wird das Landratsamt hierzu gehört. Eva Gölz war zwar dafür, „befürchtet“ aber, dass man dann „in jedem Ort anfangen kann“. Auch sie sei „gespannt, was das Landratsamt macht“. Wenn die Satzung genehmigt werde, müsse man sich überlegen, wie man „auch für andere bebaute Außenbereiche einen Weg findet“. Bürgermeister Krötz wünschte sich „Flexibilität“ seitens des Landratsamts. „Das ist keine einfache Situation.“

Dr. Wolfgang Hipp erkundigte sich, ob es Neues zum Thema Starkregen-Management gebe. Hier informierte Krötz, dass er sich mit zwei weiteren Bürgermeistern aus dem Welzheimer Wald hierzu in der vergangenen Woche telefonisch kurzgeschlossen habe. „Wir wollen das gemeinsam angehen“, kündigte er an, dass man sich in der Aprilsitzung mit dem Gemeinderat über das weitere Vorgehen bezüglich des Starkregen-Managements unterhalte. ⋌Anja Jantschik

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