Alfdorfs Zukunft in Workshops

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Dass „Miteinander“ viel geht, haben Alfdorfer schon beim Lettern dekorieren erlebt, jetzt geht's miteinander um die Zukunft.
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Alfdorf. Wie ist es in Alfdorf?“ und „auf welchen Weg müssen wir uns begeben?“ Mit diesen Kernfragen machte Anja Feyhl klar, um was es beim Projekt „Der ländliche Raum für Zukunft“ geht. Zusammen mit Claudia Peschen und Uli Sailer moderiert sie das Projekt in Alfdorf für die Gt-service Dienstleistungsgesellschaft, die dieses zusammen mit dem Bündnis Ländlicher Raum und dem Gemeindenetzwerk Bürgerschaftliches Engagement in zahlreichen Kommunen umsetzt.

Gut zwei Dutzend Menschen – Bürgerinnen und Bürger, Vertreter von Vereinen, Gewerbe und Kirchen – hatten sich dazu am Mittwoch online getroffen – und durften bei diesem Auftakt zum Zukunftsprojekt gleich richtig ran. Denn, das machte Bürgermeister Ronald Krötz deutlich, hier soll keine To-Do-Liste für den Gemeinderat entstehen, sondern die Chance ergriffen werden, ein Netzwerk zu schaffen. Unterstützt von 16 Vereinen und den Kirchengemeinden habe die Verwaltung das Projekt nach Alfdorf geholt, hatte er zuvor erklärt. Vier Zukunftsthemen hatte die Bewerbung enthalten:

Leben, darunter unter anderem die Aspekte neue Nutzungsmöglichkeiten für das Rathaus in Pfahlbronn, die Ärzteversorgung oder die Förderung der Nachbarschaft;

Natur und Klima, dazu gehören die Neubetrachtung ökologischer Gesichtspunkte, Blühwiesen oder Pflegepatenschaften;

Wohnen beinhaltet unter anderem die Schaffung neuen Wohnraums und neuer Wohnformen oder barrierefreies Wohnen.

Das Thema Digitalisierung haben die Teilnehmer am Mittwoch gestrichen, niemand wollte sich dafür in eine Arbeitsgruppe begeben. Da sei Krötz ja dran, schrieb Gemeinderat Thomas Maier zwinkernd in den Gruppenchat. Dafür wurde vor allem das Thema Leben um weitere Punkte ergänzt. Die Stärkung der Vereine, Angebote für Jugendliche, Senioren, Gewerbe und Handwerk, Betreuung für die Jüngsten in Hintersteinenberg oder Nachhaltigkeit waren den Teilnehmenden wichtig.

Von Experten profitieren

Nach diesem Einstieg ging es in drei digitalen Räumen um die Verfeinerung der Teilbereiche. Feyhl nannte die dafür relevanten Fragen: Was haben wir schon? Mit welchen Ideen werden wir in diesem Thema besser? Und, besonders wichtig: Brauchen wir einen Experten? Denn gerade vom Netzwerken, das machten die Moderatorinnen mehrfach deutlich, soll das Zukunftsprojekt profitieren. Das können ebenso Experten vor Ort als auch Institutionen, Verbände und Vereine im Bündnis Ländlicher Raum sein. Die werden im nächsten Schritt des Zukunftsprozesses eingeladen. Dann geht es darum, in Workshops zu überlegen, welche Projekte die Alfdorfer konkret angehen werden, sagte Feyhl. Unter anderem Experten fürs Thema zukunftsfähige Vereine, lokale Kenner und Fachleute zu Energieberatung und Lichtverschmutzung, zu zukunftsfähigem Wohnen und Verdichtung im Innenbereich sowie zur Stärkung des lokalen Einzelhandels sollen dazu Anregungen geben. Diese einzuladen, Dokumentationen des bisher Erreichten zu erstellen und die kommenden Workshops vorzubereiten ist nun der Job der Moderatoren.

Was die Teilnehmenden des Auftaktabends tun sollten: „Gehen Sie raus“, sagte Feyhl, „laden Sie weitere Menschen ein“, insbesondere junge Leute. Neue Teilnehmende sind in den Workshops jederzeit willkommen, ergänzte Peschen. ⋌Anja Müller

  • So geht's weiter
  • Die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung zum Projekt „Der ländliche Raum für Zukunft“ werden auf der Homepage der Gemeinde Alfdorf eingestellt unter www.alfdorf.de/aktuelles/der-laendliche-raum-fuer-zukunft, dort können sich Interessierte auch eintragen für die kommenden
    Workshops zum Thema Leben am Dienstag, 15. und 22. Februar, zum Wohnen am Montag, 7. März, zu Klima und Natur am Mittwoch, 16. März, jeweils von 17.30 bis 21 Uhr.
    Ergebnispräsentation ist am Dienstag, 29. März, von 17.30 bis 20.30 Uhr.

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