Als Nächstes wird's eng im Haldenweg

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Alfdorfs Ortsbaumeister Henry Maurer am neu geschaffenen Zebrastreifen an der Alfdorfer Hauptstraße, der erste Abschnitt ist fertig saniert.
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Der vollendete Abschnitt der Alfdorfer Hauptstraße bringt den Döllen-Anwohnern Ruhe. Nächste Phase, neue Umleitung – und wohl intensive Kontrollen.

Alfdorf

Bauen im Bestand", sagt Henry Maurer und lacht vielsagend. Dass das nicht ganz einfach werden würde bei der Sanierung der Alfdorfer Hauptstraße, war dem Ortsbaumeister schon vor Beginn der Arbeiten klar. Weil in alten Bauplänen der Verlauf von Leitungen erfahrungsgemäß nicht so genau oder gar nicht eingezeichnet ist. Und weil unvorhergesehen noch Leerrohre für den Breitbandausbau verlegt werden sollten.

Von dem, was auf der Baustelle für sechs bis acht Wochen Verzögerung gesorgt hat, ist nun nichts mehr zu sehen. Glatter neuer Straßenbelag bedeckt neuerdings den über Jahre mit vielen Flicken ausgebesserten Abschnitt zwischen Vorstadtstraße und Leineckstraße. Die Bushaltestellen auf Höhe der Musikschule wurden ebenfalls saniert, verfügen nun über behindertengerechte Zustiege, sagt Maurer. Helles Pflaster statt dunklem Asphalt ziert den Abschnitt zwischen den Bushalten und dem neuen, zusätzlichen Zebrastreifen. Angesichts des außerordentlich breiten Gehwegs an dieser Stelle wirke das freundlicher, haben die Fachleute bei einer der allwöchentlichen Besprechungen festgestellt. Was noch fehlt: teilweise der Endbelag für die asphaltierten Abschnitte des Gehwegs. Außerdem die Beleuchtung für den neuen Zebrastreifen, deshalb versperren aktuell weiß-rote Warnbaken den Übergang. Immerhin: Die neuen Lampenmasten stehen bereits einträchtig neben den alten, ein Techniker werkelt an der Elektronik am unteren Ende eines Mastens. In etwa zwei Wochen sollen die neuen Leuchten in Betrieb gehen, schätzt Maurer. Im Herbst werden die neuen Rabatten bepflanzt. Und, wohl ganz zum Schluss, wenn die Hauptstraße 2022 komplett saniert sein wird, werden noch Radschutzstreifen in beiden Fahrtrichtungen markiert, zählt der Ortsbaumeister auf.

Seit Anfang der Woche fließt der Verkehr, wenn auch beschränkt auf Tempo 30, nun wieder über die Hauptstraße, die seit Februar geltende Umleitung übers Wohngebiet Döllen und die Schützenstraße ist damit passé. Von den Anwohnern dort habe es durchaus Beschwerden gegeben, vor allem wegen des Lkw-Verkehrs, sagt Maurer. Zwar durften Zulieferer für Alfdorfer Betriebe dort durchfahren, für alle anderen hätte allerdings die weiträumig in den umliegenden Ortschaften und Städten ausgeschilderte Umleitung gegolten. Es sei "schon viel Verkehr" durchs Wohngebiet geflossen.

Die Umleitung für die nächste Bauphase zwischen Herbrechtsweg und Tankstelle am Ortsausgang, die am 31. August beginnt, führt übrigens über die Leineckstraße und den Leineckdamm. Da dürfen dann wirklich nur Autos und ausnahmsweise Linienbusse drüber, denn der Damm ist lediglich für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zugelassen, sagt Maurer. Bürgermeister Ronald Krötz hat bereits intensive Verkehrskontrollen angekündigt.

Gutes Zusammenspiel

Schon viel Verkehr.

Henry Maurer, Ortsbaumeister, zum Betrieb auf der Baustellenumleitung.

Eng wird's dann auch im Haldenweg, denn zugleich mit den weiterführenden Arbeiten in der Hauptstraße werde in dem kleinen Gässchen die Druckleitung vom unterhalb gelegenen Pumpwerk Richtung Hauptstraße verlegt. Schließlich geht's nicht nur um eine Straßensanierung. Vielmehr schafft die Gemeinde mit der Verbindung vom Pumpwerk zur gerade erweiterten Kläranlage Leineck eine wirtschaftliche Lösung für die Abwasserentsorgung, denn das alte Klärwerk hat dann ausgedient.

Bis November müssen die Bewohner des Haldenwegs mit Behinderungen durch die Bauarbeiten leben, rechnet Maurer. Seine Erfahrung von der Baustelle in der Hauptstraße: Besonders gut lief dort das Zusammenspiel mit den Anwohnern, egal, ob es nun darum ging, dass das Wasser abgestellt werden musste, oder dass ein Anlieger weitsichtig anregte, im Gehweg an einer bestimmten Stelle eine Absenkung einzuplanen, falls eine Garage gebaut werden sollte.

Die Kosten für die Hauptstraßenbaustelle seien bislang "im Rahmen", sagt Maurer. Rund 2,5 Millionen Euro seien veranschlagt für die Arbeiten zwischen Pumpwerk und Tankstelle.

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