Beim Dirtpark geht‘s jetzt ums Wunschgelände

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Das Gelände des Dirtparks in Alfdorf.
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Das Projekt für Alfdorfer Kinder und Jugendliche ist an einem wichtigen Punkt. Damit‘s am Ende nachhaltig ist, sind die jungen Alfdorfer gefragt.

Alfdorf

Es geht auf einen Meilenstein zu bei der Entwicklung des Alfdorfer Dirtparks hinter der Ballsporthalle. So nennt der Alfdorfer Gemeinderat Sascha Kühne die Teilziele, die bis zur Fertigstellung des Projekts abgearbeitet werden müssen. Das nächste ist wahrhaftig bedeutend: Es geht darum, ob die Verwaltung zu dem schlauchartigen, gemeindeeigenen Streifen hinter der Ballsporthalle, der dem Dirtpark sicher ist, noch etwas Privatgelände dazukaufen kann. Die Gespräche dazu laufen und dürften demnächst abgeschlossen sein, signalisiert Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz.

Von der Grundstücksgröße hängt die Streckenplanung ab, erläutert Kühne den Meilenstein. Sowohl ein Pumptrack als auch größere Sprunghügel sollten Platz finden, damit für verschiedene Alters- und Könnensstufen etwas geboten ist. Das hatte ein erstes, von Kühne moderiertes Planungstreffen von interessierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im vergangenen Winter ergeben. Steht die Grundstücksgröße fest, kann die gemeinsame Geländeplanung beginnen. Vorbild ist dabei der Dirtpark in Neuler, da waren sich die Beteiligten nach einer Besichtigung vor Ort einig. Klappt der Grundstückskauf, kann der Alfdorfer Dirtpark ebenso quadratisch werden wie das Vorbild. Sind die Kaufverhandlung vollendet, kommen der Bauantrag und die Errichtung der Strecken mit Hilfe von Eltern und Jugendlichen, zählt Kühne auf. Was die Erwachsenen betrifft, bringen sich unter anderem Mitglieder von All Mountain, der jüngsten Abteilung des FC Alfdorf ein. Die Gruppe für Radfahrer und Mountainbiker will sich beim Bau des Geländes ebenso engagieren wie dann, wenn es um Organisatorisches wie etwa die Versicherung geht. Ebenso bringt sich der erfahrene Moto-Cross-Fahrer Marcus Müller ein, der bereits bei dem Planungstreffen im Winter wertvolle Tipps geben konnte. „Im besten Fall am 1. Mai“ den Dirtpark zu eröffnen hatte Kühne damals als „ambitioniert, aber machbar“ ins Auge gefasst. Im Moment bedauert er, dass der Erdaushub, der beim vor einigen Wochen gestarteten Bau des neuen Rewe angefallen ist, sich nicht gleich für den Dirtpark weiterverwenden ließ.

Gefragt sind auch die Alfdorfer Kinder und Jugendlichen, die den Dirtpark - neben einem Skaterpark für Pfahlbronn, der ebenfalls umgesetzt wird - beim Beteiligungsprozess „Yang Alfdorf“ als Wunsch angegeben hatten. Und ein solcher ende nicht damit, dass die Jugendlichen sagen, „ich hätte gern“, gibt Kühne zu bedenken.

Weiter dranbleiben

Einige seien zwar recht jung, andere wohl in Prüfungssituationen. Dennoch: Die Jugendlichen sollten sich weiter an der Entstehung des Dirtparks beteiligen, appelliert er. Bei dem Treffen im Winter hatten sich die Kinder und Jugendlichen zur Mitarbeit in verschiedenen Ressorts eingetragen, unter anderem Bauen, Öffentlichkeitsarbeit und Rechtliches. „Da ist für jeden was dabei“, sagt Kühne und denkt bei den Älteren soweit, dass die Beteiligung an einem solchen Projekt als gute Berufsvorbereitung, etwa im Projektmanagement, gelten könne. „Immer mal wieder sticheln“ müsse man die jungen Alfdorfer, sagt Kühne. Das betreffe auch die Diskussion, Container als Jugendtreff aufzustellen. Rückhalt haben die Kinder und Jugendlichen von den Erwachsenen - Gemeinderäte, All Mountain, engagierte Eltern, Verwaltung, sogar ein Bauunternehmen habe bereits Hilfe zugesagt. „Wir treiben das im Hintergrund weiter“, sagt Kühne. Doch auch die Jugendlichen müssten sich damit beschäftigen, nur „so ist es nachhaltig“.

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