Dringender Handlungsbedarf bei der Feuerwehr

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Der Florian in Pfahlbronn ist wegen vieler Mängel der Unfallkasse ein Dorn im Auge.

Alfdorf. Die Gemeinderäte um Bürgermeister Ronald Krötz mussten am Montag in der Sitzung die Realität akzeptieren. Fakt ist, dass im Gutachten der Unfallkasse Baden-Württemberg zum Feuerwehrhaus in Pfahlbronn wenig Gutes steht. Mehr noch, es bestehe dringender Handlungsbedarf in den kommenden zwei bis vier Jahren. So die Vorgabe. Denn es gibt zu viele Mängel.

Bereits seit November befassen sich die Feuerwehrkameraden daher gemeinsam mit der Verwaltung und dem Planungsbüro SSM-Architekten aus Göggingen mit der Immobilie. Jüngst wurde durch das Büro ein mit allen Seiten abgestimmter Vorentwurf zum Beseitigen der Mängel dem Alfdorfer Bauausschuss vorgelegt. Nach intensiver Debatte einigte das Gremium sich darauf. Am Montag nun, erklärten die Architekten Nicolas Müller und Rainer Wolf dem Gesamtgemeinderat das Vorhaben.

Der Vorentwurf sieht jeweils Anbauten an der Süd- und an der Nordseite des Feuerwehrhauses in Pfahlbronn vor. Zudem eine Deckenöffnung und eine Verlängerung der bestehenden Fahrzeugboxen, denn die neuen Einsatzfahrzeuge sind länger und höher.

Es soll durch Umstrukturierung im Bestandsgebäude künftig einen abgetrennten „Kalt-“ und „Warmbereich“ geben. Sprich. Es werden geschlechterspezifische Umkleideräume mit Sanitärbereichen installiert. So, dass sich im Einsatzfall niemand mehr am Spind in der Fahrzeughalle umkleiden muss.

Zudem wird es durch den Anbau im Norden Platz für die Jugendfeuerwehr und Büros, im südlichen Bereich für ein Lager geben. Die Tatsache, dass es im Brandfall bislang nur einen Fluchtweg aus dem Versammlungsraum im oberen Geschoss gibt, wird nach dem Umbau auch der Vergangenheit angehören. Das Gebäude wird also durch Modernisierung, Umstrukturierung und Erweiterung für die Zukunft fit gemacht.

Damit die Einsatzfähigkeit zu jeder Zeit trotz Baumaßnahmen gewährleistet ist, wird in Bauabschnitten vorgegangen. Inklusive der Außenanlagen, denn auch die Stellplatzverhältnisse wurden im Gutachten bemängelt, und Nebenkosten liegt die Kostenschätzung bei 1,233 Millionen Euro. Und kann dank der Bauabschnitte auf mehrere Haushaltsjahre verteilt werden.

Für den Bauausschuss berichtete Hans-Dieter Folter, dass man sich für diesen Vorentwurf entschlossen habe. Er sprach die Dringlichkeit der Modernisierung und der Erweiterung an. „Es war eine ausgiebige Diskussion“, beschrieb Folter. „Es besteht extremer Handlungsbedarf.“ Aus der Planung habe man das Maximale herausgeholt angesichts des Grundstücks“, versicherte er. Mit Blick auf den Alfdorfer Florian stellte er fest, dass die Themen Jugend, Damen und Ausstattung „auch Alfdorf treffen“. Pfahlbronn sei nur „der erste Baustein“.

„Wie wichtig und notwendig die Feuerwehr und der Zivilschutz ist, haben die letzten Tage gezeigt“, sprach Klaus Hinderer das Hochwasser an. „Schneller Handlungsbedarf ist da“, stellte er bezüglich der „Baugeschichte Pfahlbronn“ fest. „Wir müssen da nicht lange diskutieren, sondern sollten den Beschluss des Bauausschusses akzeptieren. Eine wirklich tolle Planung“, legte er nahe. Horst Metzger mutmaßte: „Es wird nicht mehr all zu lange sein, dann müssen wir in Alfdorf auch bauen.“ Auch Dr. Wolfgang Hipp sah die Notwendigkeit für Pfahlbronn: „Ohne Zweifel.“ Dr. Götz vom Holtz erinnerte, dass Alfdorf seit 50 Jahren eine Einheitsgemeinde sei. Und man eine Zusammenlegung der Wehren in ferner Zukunft „in den Blick nehmen“ solle. Feuerwehr sei eine Pflichtaufgabe. „Der muss man nachkommen“, stimmte er den Plänen für Pfahlbronn zu. Wie auch das übrige Gremium. Anja Jantschik

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