Falschfahrer sind die Ausnahme

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Ganz schön tief: Die Bauarbeiten entlang der westlichen Ortsdurchfahrt in Alfdorf sind in vollem Gange – der Verkehr wird umgeleitet. Bis Ende des Jahres soll alles fertig sein und die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Die Sanierungsarbeiten in der westlichen Ortsdurchfahrt in Alfdorf schreiten voran. Der Verkehr wird umgeleitet – Polizei und Gemeinde haben dabei die Umleitungsstrecke im Blick.

Alfdorf

Die Bauarbeiten in der Alfdorfer Ortsdurchfahrt – vom westlichen Ortseingang bis zur Herbrechtsstraße – sind zum Wochenbeginn gestartet. Der Belag ist abgefräst, teilweise erfolgte bereits der Erdaushub für das Einlegen der Leitungen. Die Vollsperrung der Ortsdurchfahrt in diesem Baufeld sei unumgänglich und Verkehrsteilnehmer müssen Umleitungen in Kauf nehmen, sagt die Verwaltung.

Der überörtliche Verkehr wird über die Bundesstraße und Lorch umgeleitet, innerorts können direkte Anlieger über den Damm am Leineckstausee fahren. Dies ist jedoch nur für normale Fahrzeuge möglich. Allem, was über 3,5 Tonnen schwer ist, ist diese Strecke verwehrt. Darauf wurde vonseiten der Verwaltung und der Polizei mehrfach aufmerksam gemacht. "Dafür ist der Damm einfach nicht ausgelegt", argumentiert der stellvertretende Bürgermeister Klaus Hinderer, der den im Urlaub befindlichen Bürgermeister Ronald Krötz vertritt.

Er selbst habe bereits zweimal über einen längeren Zeitraum den Verkehr über den Damm beobachtet – und sei zufrieden, sagt Hinderer: "Wie zu erwarten, ist ein höheres Verkehrsaufkommen zu erkennen. Aber es läuft in geordneten Bahnen." Ihm sei bislang nur ein kleinerer Unfall zu Ohren gekommen, wobei es sich wohl um einen "Außenspiegel-Streifer" gehandelt habe.

Die Polizei, die schon mehrfach am Damm kontrollierte, und auch weiter kontrollieren wird, berichtet ebenfalls, dass Lastwagen auf dem Damm "absolute Ausnahmen" seien, zitiert Hinderer. Es handle sich hier wirklich nur um "einzelne Fahrzeuge".

Nur Busse, keine Lastwagen

Lastwagenfahrer, die auf dieser Strecke erwischt werden, müssen mit 80 Euro Bußgeld sowie einem Punkt in Flensburg rechnen. "Ich denke, das hat sich bereits rumgesprochen. Auch in den sozialen Medien ist das Thema präsent und wird diskutiert", berichtet Hinderer.

Das ist wirklich eine echte Herausforderung für die Busfahrer.

Klaus Hinderer, stellvertretender Bürgermeister

Die Strecke über den Damm am Leineck-Stausee ist nur für Linienverkehr – also für Busse – freigegeben. "Und das ist wirklich eine echte Herausforderung für die Busfahrer", verweist Hinderer auf die geringe Straßenbreite mit Kurven. Wiederum der Bauhof hat an Stellen, wo dies gegangen ist, Ausweichmöglichkeiten geschaffen. Sogar ausgeführt in Asphaltform. "Denn der Linienverkehr muss durchkommen", betont der stellvertretende Bürgermeister.

Auch weiterhin werde die Polizei ein waches Auge auf die Umleitung über den Damm haben. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen werden geahndet. Ebenso landwirtschaftliche Fahrzeuge. Diese seien alle angehalten, die überörtliche Umleitung zu nutzen. Oder die nördliche Umfahrung über Brend und Mannholz – Ortskundige kennen die Strecke.

Der stellvertretende Bürgermeister macht zudem darauf aufmerksam, dass alle Unternehmen im Bereich der Baustelle innerorts anfahrbar seien. Von der Tankstelle über die Gärtnerei bis zum Steinmetz und dem Autohaus bis zum Rewe-Markt.

Die Sperrung der Hauptstraße wird bis zum Jahresende bestehen bleiben. Dann hofft die Gemeinde, dass die Baustelle beendet werden könne. Bei dieser handelt es sich um den mittlerweile vierten Bauabschnitt im Zuge der Anbindung des Alfdorfer Abwassers an die Sammelkläranlage Leineck. "Und bislang läuft auf der Baustelle alles zufriedenstellend", erklärt Klaus Hinderer.

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