Gemeinsam Alfdorfs Zukunft gestalten

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Das Projekt „Der Ländliche Raum für Zukunft“ ist ein für die Alfdorfer Bürgerschaft offen gestalteter Prozess, ein mögliches Thema könnte die Frage sein, was aus dem Pfahlbronner Rathaus werden soll.
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Das Projekt „Der Ländliche Raum für Zukunft“ startet mit der Bürgerbeteiligung pandemiebedingt mit einem Online-Treffen. Das könnte sogar Vorteile bergen.

Alfdorf

Es geht spürbar zur Sache beim Projekt „Der Ländliche Raum für Zukunft“. Unter dem Motto „Alfdorf gestaltet mit Euch die Zukunft“, sind jetzt die Bürgerinnen und Bürger gefragt, sich aktiv in die Weiterentwicklung der Gemeinde einzubringen - bei der Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 2. Februar, um 17.30 Uhr.

Allerdings: Angesichts der aktuellen Pandemie-Situation treffen sich alle Interessierten online. Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz hatte „in der Hoffnung auf eine Präsenzveranstaltung“ die Macher des vom Bündnis Ländlicher Raum initiierten Projekts gebeten, den Start möglichst weit nach hinten zu verschieben. Doch „jetzt geht's nicht anders“, erklärt der Bürgermeister, schließlich sollen keine Fördergelder verfallen. Trotz dieser Einschränkung: Krötz freut sich, „dass unsere Bewerbung mit Unterstützung von vielen Vereinen und Organisationen erfolgreich war und unsere Gemeinde ausgewählt wurde“. So habe Alfdorf die Chance, in einem lokalen Bündnis die Zukunft miteinander zu gestalten.

Für die Umsetzung bis Juli ermöglicht das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg Städten und Gemeinden die kostenfreie Teilnahme an dem Projekt, erklärt Leonie König von der Gt-service Dienstleistungsgesellschaft, die das Projekt zusammen mit dem Bündnis Ländlicher Raum und dem Gemeindenetzwerk Bürgerschaftliches Engagement umsetzt und vor Ort begleitet.

Ein in der Regel festes Team aus Moderatorin und Co-Moderatorin sowie einem Zuständigen, der technische Probleme bei den Online-Zusammenkünften lösen hilft, begleite den Prozess, erklärt König. Zwar nennt auch sie „ein Begegnungsformat wünschenswert“, sie habe dennoch mit dem digitalen Treffen positive Erfahrungen gemacht. So könne tatsächlich das gesamte Altersspektrum der Bürgerschaft dabeisein, beispielsweise auch junge Familien, die am frühen Abend ansonsten zur Versorgung der Kinder zu Hause bleiben würden. „Einfach mal ausprobieren“ rät König darum.

Ganz offen gestaltet

Beim Auftakt wird das Projekt vorgestellt. Und es geht darum, Erfahrungen aus verschiedenen Lebensbereichen, beispielsweise Wirtschaft, Soziales oder Vereine, zu sammeln, erklärt König. Dann gehe es auch schon in Untergruppen, um am Ende dieser Veranstaltung im Gesamtplenum zu betrachten, was in den folgenden Wochen in die Workshops kommt.

Um was es konkret gehen soll, hängt von den Anliegen der Bürgerschaft ab. Es handle sich um „ein ganz offen gestaltetes Projekt“, betont König. In den Workshops entstehen Projektskizzen, in denen etwa benannt wird, wer die ausführenden Akteure sein könnten. Was für Alfdorf herauskommt, „da ist man offen“, sagt Krötz. Er kann sich beispielsweise ebenso Patenschaften für Grünflächen vorstellen wie eine Arbeitsgruppe, die sich überlegt, was aus dem Rathaus in Pfahlbronn werden könnte.

Mittlerweile 19 Kommunen haben den Prozess durchlaufen, weitere sieben starten jetzt, sagt König. Das begleitete Förderprojekt endet mit der Abschlussveranstaltung, bei der die Ergebnisse aus den Workshops der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zwar ist danach die Arbeit der Gt-service Dienstleistungsgesellschaft beendet, sagt König. Doch die Gemeinden können zuvor noch Hinweise auf mögliche Fördermittel für ihre individuellen Vorhaben bekommen. Und das große Netzwerk aus Bündnispartnern bleibe bestehen. „Nutzen Sie diese Chance“, ruft Krötz die Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen auf.

  • Das Zukunftsprojekt in Alfdorf 
  • Anmelden zum Auftakt am Mittwoch, 2. Februar, um 17.30 Uhr. können sich Interessierte online auf: www.alfdorf.de/laendlicher-raum. Die Einwahldaten werden dann an Teilnehmende übermittelt.
  • Vier Workshops folgen am Dienstag, 15. Februar, am Dienstag, 22. Februar, am Montag, 7. März, sowie am Mittwoch, 16. März, jeweils von 17.30 bis 21 Uhr.
  • Abschluss ist am Dienstag, 29. März, von 17.30 bis 20 Uhr.⋌ an

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