Kippen der Gewässer abgewendet

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Der Regen in der Nacht auf Donnerstag hat die Lage in den beliebten Badeseen in der Region etwas entspannt.

Alfdorf/Lorch/Plüderhausen. Die Gefahr des Umkippens von Seen in der Region scheint durch den Regen in der Nacht auf Donnerstag vorerst abgewendet. Weil der Zulauf aufgrund der hohen Temperaturen und mangels Niederschlägen nicht mehr oder nur gering ist, falle die Sauerstoffkonzentration, hatte der Wasserverband Kocher-Lein am Mittwoch gemeldet. Nun „hat sich die Lage etwas entspannt“, sagt Verbandsgeschäftsführerin Annegret Glombik über die Seen auf Alfdorfer Gemarkung. Auch am Reichenbachsee gebe es aktuell keinen Grund zur Sorge.

Feuerwehr kann im Notfall eingreifen

Zudem seien die Fischereivereine informiert, die den Sauerstoffgehalt in den Seen messen. Bestehe die akute Gefahr, dass ein Gewässer kippt, könne die Feuerwehr Sauerstoff zuführen, indem sie das Wasser im Kreislauf pumpt. Besser seien Oberflächenbelüfter, wie sie in Kläranlagen genutzt werden, weil die das Wasser nicht weiter erwärmen und keinen Schlamm aufwirbeln wie eine Pumpe.

Die Gemeinde Alfdorf teilt mit, dass eine Überprüfung von Eisenbach-, Hagerwald- und Hüttenbühlsee, sowie des zum Baden gesperrten Leinecksees keine Gefahr für Menschen und Tiere ergeben habe. Die Wasserqualität könne sich jedoch bei andauernder Hitze und Trockenheit schnell verschlechtern. Darum würden die Seen engmaschig überprüft.

Auch im Waldhäuser Baggersee sei die monatliche Wasseruntersuchung Anfang Juli ohne Beanstandung ausgefallen, heißt es vom Lorcher Ordnungsamt.

„Unserem See geht's bis jetzt ordentlich“, sagt auch der Plüderhäuser Bauamtsleiter Ludwig Kern. In der jüngsten Untersuchung haben sich zwar Blaualgen gefunden, jedoch „in unbedenklicher Menge“. Nicht nur die Hitze, auch viele Badende seien eine Belastung für das Gewässer. „Jeder Badegast bringt unweigerlich etwas in den See ein.“ Darum mahnt Kern: „Bitte vorher duschen.“

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