Musik unter dem Vorzeichen der Hilfsbereitschaft

+
Ein Abend im Zeichen der Hilfsbereitschaft für Menschen in Not: das Konzert des Vereins „füreinander Alfdorf“.

Benefizkonzert des Vereins „füreinander Alfdorf“ begeistert und verbindet.

Alfdorf. Zu einem Benefizkonzert hat der Verein „füreinander Alfdorf“ in die Kultur- und Sporthalle eingeladen. Dort gab's Musik, um Spenden zu sammeln für Menschen in Not und als Dankeschön an Sponsoren und Spendende, die den Verein bereits unterstützt haben. Und für viele ukrainische Flüchtlinge, die zu diesem Abend geladen waren.

Im nahezu voll besetzten Foyer bezauberte die achtjährige Antonia Brauer als jüngstes Vereinsmitglied das Publikum zum Auftakt mit Eduard Mörikes Frühlingsgedicht „Er ist’s“. Werner Brauer, Gründer und Vorsitzender von „füreinander Alfdorf“, ging in seiner Begrüßung auf die Vereinsziele ein und benannte die Hilfsleistungen, die seit der Gründung im November 2021 erbracht wurden - alles übersetzt für die ukrainischen Gäste. So könne die Finanzierung eines behindertengerechten Fahrzeugs für die Kinder Hedi und Merle gesichert und der behindertengerechte Umbau des Elternhauses unterstützt werden. Ukrainische Kriegsflüchtlinge werden mit Willkommensgeld und -taschen unterstützt. Traumatisierte Frauen und Kinder, darunter Waisen, wurden aus Mariupol evakuiert und im Schwarzwald untergebracht. Kriegsflüchtlinge, darunter Rollstuhlfahrer, werden im „Schönblick“ in Gmünd unterstützt. In nächster Zeit ist ein Begegnungstreffen der ukrainischen Flüchtlinge geplant.

Schon beim Auftakt des Konzertprogramms mit seinen fein artikulierten, barocken Sätzen eines Trios von Johann Christoph Pepusch, überraschte die hervorragende Akustik des neuen Foyers. Den nachfolgenden erste Satz von Mozarts g-Moll-Quartett in all seinem Facettenreichtum von perlender Leichtigkeit bis zu dramatischen Momenten setzten Pia Geiger (Violine), Stephan Kühling (Bratsche), Julia Hahn (Violoncello) und Karin Toth (Klavier) virtuos um. Diesem Ensemble widmete Komponistin Julia Irene Hahn ein Quartett in g-Moll, von Karin Toth als Werk mit ganz eigener Tonsprache angekündigt, in dem Natureindrücke ebenso spürbar werden wie Musik vergangener Epochen bis hin zur Filmmusik. Die Pianistin leitete unterhaltsam und humorvoll durch das Programm.

Waltraud Bergstein lud mit ihrer gefühlvoll vorgetragenen Blockflöten-Sonate von Giovanni Paolo Cima zu einer Zeitreise 450 Jahre zurück in die Renaissance ein. Die 14-jährige Bratschistin Felicitas Hahn begeisterte mit ihrer leidenschaftlich vorgetragenen Nocturne, begleitet von ihrer Mutter Julia Hahn am Klavier. Eine Serenade für Streichquartett des ukrainischen Komponisten Felix Blumenfeld erklang als Zeichen der Verbundenheit zu den Menschen in der Ukraine. Anschließend zogen zwei Tangos von Astor Piazolla, „Adios Nonino“ mit Birgit Trost (Violine), und Ute Geiger-Ruth (Kontrabass) sowie „Kicho“ für Kontrabass und Klavier in den Bann. Als musikalisches Kabarettstückchen entpuppte sich „Bach At The Double“ von Teddy Bor, virtuos-witzig präsentiert von Birgit Trost, Stephan Kühling und Ute Geiger-Ruth.

Bürgermeister Ronald Krötz, Gründungsmitglied von „füreinander Alfdorf“, bekräftigte die Bedeutung der Arbeit des Vereins und dankte den Künstlern für das Konzert. Er lud die Gäste ein, mit den Musikerinnen und Musikern Jon Lennons „Give Peace a Chance“ zu singen. Mit großem Applaus bedankte sich das Publikum für diesen Abend im Zeichen der Hilfsbereitschaft für Menschen in Not.

Zurück zur Übersicht: Alfdorf

Mehr zum Thema

Kommentare