Patrick Steinbacher neuer Pfarrer in Alfdorf

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Patrick Steinbacher in der Alfdorfer Stephanuskirche, seiner künftigen WIrkungsstätte. Der 38-Jährige ist ab September der neue evangelische Pfarrer in der Gemeinde.
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Patrick Steinbacher wird der neue evangelische Pfarrer in Alfdorf. Ab September beginnt sein Dienst, Ende August zieht der 38-Jährige mit seiner Frau und den vier Kindern ins Pfarrhaus.

Alfdorf

Entspannt sitzt Patrick Steinbacher auf der Bank unter der Linde, hinter ihm das Alfdorfer Pfarrhaus. „Ende August wollen wir einziehen“, verrät er und dreht sich lächelnd zu dem großen, historischen Haus um. „Ich denke, wir werden uns hier alle wohlfühlen.“ Alle, das sind neben dem 38-Jährigen seine Frau Katja sowie die vier Söhne Henrik (9), Bennet (7), Jarle (4) und Frieder (neun Monate). Patrick Steinbacher ist ab September der neue evangelische Pfarrer der Kirchengemeinde Alfdorf.

Damit endet genau ein Jahr Vakanz. Im September 2020 war Pfarrer Friedmar Probst in den Ruhestand gegangen. „Ich freue mich sehr auf die Aufgaben hier“, sagt Patrick Steinbacher. Und überhaupt darauf, Pfarrer zu sein. Denn der gebürtige Plüderhäuser ist bisher lediglich Pfarrer in Ausbildung. „Ab September absolviere ich die berufsbegleitende Ausbildung im Pfarrdienst.“ Dieses Angebot bietet die evangelische Kirche Quereinsteigern an.

Genauer gesagt, „bewährten und für den Pfarrdienst besonders geeigneten hauptberuflichen kirchlichen Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen“, erklärt Oliver Hoesch, Sprecher der Evangelischen Landeskirche. Dabei übernehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine eigene Pfarrstelle und werden in Kursen in praktisch-theologischen Arbeitsfeldern aus- und weitergebildet. „Nach ungefähr zwei Jahren folgt die Kirchliche Anstellungsprüfung“, so Hoesch. Das Programm gebe es seit 2006, bisher hätten es 45 Frauen und Männer durchlaufen. In den jährlich im September startenden Kursen seien stets fünf bis acht Personen. Steinbacher ist einer von sechs Auszubildenden in diesem Jahrgang.

„Man muss für die Ausbildung vorgeschlagen werden“, erzählt er. Bei ihm habe das der Dekan von Waiblingen gemacht. In der Kreisstadt ist Steinbacher aktuell noch Realschullehrer. Evangelische Religion, Mathematik und Chemie hat er an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd studiert. „In Ludwigsburg habe ich noch den Master in Evangelischer Religionspädagogik draufgepackt.“ Wegen seiner ersten Anstellung zog Steinbacher mit seiner Frau nach Tübingen. Dort wurde er in den Kirchengemeinderat gewählt, genauso wie später in Stuttgart, wo die mittlerweile sechsköpfige Familie jetzt wohnt. „Das hat mich schon erfüllt, aber da war immer Lust auf mehr.“ Auch Steinbachers Frau Katja ist für die Kirche tätig. Die 37-Jährige war vor ihrer Elternzeit Diakonin in einem Kinderheim in Korntal.

Vorfreude auf Alfdorf

Zudem kommt Steinbacher auch einem christlichen Elternhaus. Seine Verwandten leben in Plüderhausen und Waldhausen. „Sie freuen sich sehr über meine Entscheidung.“ Und er und seine Frau würden sich über den Standort Alfdorf freuen: „Das war wirklich ein Gottesgeschenk.“ Zum einen, weil sie dann nahe bei der Familie sind. Bei vier Kindern keine schlechte Situation. Zum anderen, weil ihnen Alfdorf sehr gut gefalle. „Wirklich viel gesehen haben wir aber noch nicht.“ Außer dem Pfarrhaus und der Kirche haben die Steinbachers bisher die Schule und den Kindergarten begutachtet. Und waren auf dem Wochenmarkt. Außerdem habe Bürgermeister Ronald Krötz ins Rathaus eingeladen. „Das findet statt, wenn wir ganz hier sind.“

In den ersten beiden Septemberwochen ist Steinbacher gleich auf Schulung in Stuttgart, Ende November erneut. Und in 2022 an sechs Terminen. „Die Arbeit in der Pfarrstelle erledige ich aber auch.“ Das sei so vorgesehen und werde auch funktionieren. Steinbacher freut sich auf das Gemeindeleben, das er in enger Zusammenarbeit mit dem Kirchengemeinderat und den Leuten vor Ort gestalten will. Worauf er sich als Pfarrer am meisten freut? „Ich möchte durch meine Taten und Worte dazu beitragen, das Evangelium verkünden.“

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