Polizei kontrolliert Schwerlastverkehr

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Lastwagen aller Größenordnung wurden einer Kontrolle unterzogen - ohne Passiergenehmigung wird eine Geldstrafe fällig.
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Viele Lasterfahrer nutzen die innerörtliche Umleitung in Alfdorf ohne Erlaubnis.

Alfdorf. Seit Mitte Juni wird die Alfdorfer Ortsdurchfahrt im zweiten Bauabschnitt saniert. Dies ist nur mit einer Vollsperrung der Ortsdurchfahrt machbar. Für den überregionalen Verkehr und den Schwerlastverkehr wurde eine Umleitung über Lorch, die B 29, Gmünd und Mutlangen in beiden Fahrtrichtungen eingerichtet. Der lokale Verkehr sowie der Linienbusverkehr hat die Möglichkeit, über die Obere Schloßstraße, Breitestraße und Leineckstraße. Nahezu „halb Deutschland“ zählt laut Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz auf dieser Strecke augenscheinlich zum „lokalen Verkehr“, die Kennzeichen der Autos und Lastwagen, die sich durch die innerörtliche Umleitung plagen, kommen aus allen Bundesländern, schwere Lastwagen belasten die Strecke zusätzlich. Dass die Anwohner genervt sind, kann Krötz verstehen. Eine Rund-um-die-Uhr-Kontrolle sei aber nicht möglich.

Am Mittwoch wurde vom Ordnungsamt Welzheim und dem Polizeirevier Schorndorf eine Kontrollmaßnahme an der Kreuzung Breitestraße/ Schützenstraße/ Döllenstraße durchgeführt. Damit möchte die Alfdorfer Verwaltung den Bürgern ein Zeichen geben. „Wir tun etwas gegen den starken Verkehr auf der Umleitungsstrecke“, meint Krötz. Sechs Beamte aus Schorndorf und zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes Welzheim kontrollierten schwerpunktmäßig Lastwagen. „Einige wenige innerörtliche Betriebe haben eine Sondergenehmigung“, meint Krötz. Wer diese Genehmigung vorweisen konnte, durfte passieren. Aber auch hier mussten die Ordnungshüter hin und wieder kleinere Hinweise, wie eine bessere Sicherung der Ladung, aussprechen.

Das unzulässige Befahren der Strecke gilt als Ordnungswidrigkeit und wird mit 75 Euro geahndet. Der Laster aus Bochum musste nach Aufnahme der Personalien und Fahrzeugdaten umdrehen und die ausgeschilderte Umleitungsstrecke über Lorch nehmen. Die Beamten sehen hierin einen „Lerneffekt“. Schließlich sei man hier nicht bei „Wünsch dir was“, sondern bei „So ist es“, erklärt ein Beamter der Verkehrspolizei.

Umleitung nervt Lasterfahrer

Es wurden Lastkraftwagen in allen Größen und aus allen Herkunftsländern angehalten und kontrolliert, die Spedition aus Ludwigsburg genauso wie der Gefahrguttransporter aus Esslingen. Dessen Fahrer äußert lautstark seinen Unmut über die zu fahrende „20 Kilometer lange Umleitungsstrecke“. Hätte er die nur mal genommen. Die Kontrolle zog sich in die Länge. Mutmaßlich wäre die längere Fahrstrecke die schnellere Lösung gewesen.

Die Kontrolle wurde am Mittwoch von 9 bis 11 Uhr angesetzt. In dieser Zeit stellten die Beamten eine „stark frequentierte Umleitungsstrecke“ fest. 21 Lastkraftwagen wurden kontrolliert, neun davon konnten eine Berechtigung zur Durchfahrt nachweisen. Zwölf Laster waren unberechtigterweise auf der Umleitungsstrecke unterwegs. Die Fahrer werden angezeigt, die Beamten führen ein erläuterndes Gespräch, erklärt ein Polizeisprecher auf Nachfrage dieser Zeitung.

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