Startsignal für den Lebensmittelmarkt

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Bauherren, Betreiber, Alfdorfer Verwaltung und Gemeinderäte freuen sich über den Spatenstich für den neuen Lebensmittelmarkt am östlichen Alfdorfer Ortseingang, der den zu klein gewordenen Markt am anderen Ortsende ersetzen wird.
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Wann der neue Rewe am östlichen Alfdorfer Ortseingang eröffnet, welches Sortiment dort geboten sein wird und wann der alte Markt im Alfdorfer Westen schließt.

Alfdorf

Mit dem Spatenstich am Montagmorgen beginnt nun offiziell, was fünf Jahre an Vorarbeit in Form von Gesprächen, Bürgerbeteiligung und Verfahren gebraucht hat: der Neubau des Rewe-Markts am östlichen Alfdorfer Ortseingang. Bauherren, Marktbetreiber, Bauunternehmer, Alfdorfer Verwaltung und Gemeinderäte haben sich eingefunden, um diesen Moment zu feiern. Und weil die Baumaschinen dort schon ein paar Tage am Werk sind, lässt sich angesichts bewegter Erde und bereits geschotterter Fläche schon ganz grob erahnen, was Bauherr Paul Weiß von der gleichnamigen Projekt-Gesellschaft an Eckdaten nennt:

60 auf 40 Meter groß wird der neue Markt;

2095 Quadratmeter groß ist die Gesamtfläche;

1400 Quadratmeter davon dienen als Verkaufsfläche;

83 Stellplätze werden dem Gebäude zur Straße hin vorgelagert, hier sind auch Elektroladestationen vorgesehen;

eine Linksabbiegespur am Ortsausgang muss noch gebaut werden, damit der Verkehr dort reibungslos fließen kann;

der Mietvertrag hat 15 Jahre Festlaufzeit, dazu drei mal fünf Jahre variable Laufzeit. Weiß rechnet zusammen: „Die Versorgung für Alfdorf ist für 30 Jahre gesichert.“

Ende Mai 2023 soll der fertiggestellte Markt an Rewe übergeben werden.

Wie es dann weitergeht, erklärt Rewe-Expansionsmanager Dirk Schlund. Der Mietvertrag für den jetzigen Alfdorfer Rewe im Westen des Orts laufe zwar noch bis Ende 2023. Spätestens im Juni oder Juli 2023 soll allerdings der Umzug in den Neubau über die Bühne gehen. Das bedeutet: Dann wird der bisherige Lebensmittelmarkt schließen. Alle Mitarbeiter werden im neuen Markt übernommen, Rewe-Vertriebsleiter Frank Bieger geht von mindestens fünf neuen Arbeitsplätzen aus. Am alten Rewe-Standort soll über kurz oder lang Wohnbebauung entstehen, sagt Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz

Was es zu kaufen gibt

„Die Leute müssen nicht mehr wegfahren“, sagt Frank Bieger zum Sortiment des neuen Lebensmittelmarkts. Das Sortiment werde insgesamt größer - im Vergleich zum Angebot auf zur Zeit rund 750 Quadratmetern. Neben dem üblichen Lebensmittelsortiment werde Rewe im neuen Markt eine Metzgereiabteilung betreiben, sagt Schlund. Bieger ergänzt: zum Teil mit regionalen Lieferanten, etwa der Metzgerei Kurz aus Schorndorf. Auch der künftige Bäcker, der einen Cafébereich mit Außensitzplätzen bieten wird, steht schon fest: das Gmünder Backhaus Schmid-Kuhn wird hier eine Filiale eröffnen, sagt Schlund.

„Was lange währt, wird endlich wahr“, freut sich Bürgermeister Krötz über den Baustart. Und bedauert bei allem Enthusiasmus, dass es künftig für einige Alfdorfer schwieriger oder unmöglich sein wird, den Lebensmittelmarkt zu Fuß zu erreichen. Aber „die deutliche Mehrheit fährt mit dem Auto“ zum <Tab/>Einkaufen, ist seine Erfahrung. Und nur der Neubau in Randlage ermögliche den größeren Markt. Am jetzigen Standort wäre das nicht möglich gewesen. Mit dem Penny-Neubau in Pfahlbronn, der bereits einige Zeit vorangeht, verfüge die Gemeinde bald über „zwei zeitgemäße Märkte“.

Die deutliche Mehrheit fährt mit dem Auto.“

Ronald Krötz,, Bürgermeister,, zu Einkaufsgewohnheiten

Ein Drogeriemarkt für Alfdorf?

Wann es einen Drogeriemarkt im Anschluss an den neuen Alfdorf Rewe-Markt geben könnte, fragte Gemeinderätin Andrea Kolckmann am Rande des Spatenstichs für den Lebensmittelmarkt. Dies sei ein Wunsch vieler Alfdorfer, die sich wehmütig an die Schließung der Schlecker-Filiale im Ort erinnern. „Lieber morgen als übermorgen“, antwortete darauf zwar Rewe-Expansionsmanager Dirk Schlund. Schränkte aber zugleich ein, dass dies aus regionalplanerischer Sicht wohl „schwer realisierbar“ sei. Schon bei der Verwirklichung des größeren Lebensmittelmarktes für Alfdorf galt es, einen Verdrängungswettbewerb in den Nachbarkommunen auszuschließen. an

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