Vereine, Natur und Wohnen im Fokus

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Die Alfdorfer wollen sich verstärkt um die vier Themen Vereine, Natur, Klima und Wohnen kümmern.
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Vier Projekte wollen Ehrenamtliche in Alfdorf angehen, das hat das Projekt „Ländlicher Raum für Zukunft“ ergeben. Dabei geht es um Vereine, Natur, Klima und Wohnen.

Alfdorf

Vier Projekte wollen Ehrenamtliche in Alfdorf ab sofort in Angriff nehmen. Diese lassen sich unter den Schlagworten Vereinsleben, klimaneutrales Alfdorf, alternative Wohnideen und einer Kombination aus Schrebergärten, Waldlehrpfad und Schaugärten zusammenfassen. Das ist das Ergebnis der Mitmach-Aktion „Der ländliche Raum für Zukunft“, das am Dienstag online vorgestellt worden war.

Neun Projekte hatten mehrere Dutzend Bürgerinnen und Bürger seit Februar in vier Workshops benannt und dazu Handlungskonzepte ausgearbeitet. Mit ihnen sollten Probleme im Ort gelöst und Verbesserungenangestoßen werden.

Außer den genannten vier Projekten standen Ärzteversorgung, Mobilitätskonzepte, Dorfladen, Mehrgenerationen-Leben und Wohnbedarfsplattform im Raum. Wer am Dienstag bei der Abschlussveranstaltung dabei war, konnte abstimmen, welche Projekte angegangen werden. Drei Männer und drei Frauen machten davon Gebrauch.

„Ich bin überrascht über die wenigen Teilnehmer“, hatte Moderatorin Anja Feyhle gesagt. Angemeldet hatten sich wohl 25 Menschen, was wohl auch in etwa der Teilnehmerzahl der vier Workshops entsprochen hatte. Eingeschaltet hatten sich neben Bürgermeister Ronald Krötz und Mitgliedern der Verwaltung am Dienstag aber nur diese sechs Bürgerinnen und Bürger.

Keine Liste für Verwaltung

Sind die Themen, für die nicht gestimmt wurde, jetzt erst einmal auf Eis gelegt? „Im Prinzip, ja“, bestätigt Bürgermeister Krötz. Er betonte, dass das ganze Projekt darauf ausgelegt war, dass sich Ehrenamtliche und Akteure vor Ort zusammentun, um etwas in der Gemeinde bewegen. „Es ging also nicht darum, eine Liste aufzusetzen, an der sich die Verwaltung abarbeitet.“

Natürlich seien er und seine Mitarbeiter aber da, um zu unterstützen. „Möchte sich jemand für eines der anderen Themen engagieren, kann er oder sie uns als Verwaltung ansprechen.“ Die Handlungskonzepte könnten auch zu einem späteren Zeitpunkteine gute Ausgangssituation bilden. Krötz wünscht sich weitere Mitstreiter für die beschlossenen vier Projekte. „Ich bin hoffnungsvoll, dass noch mehr auf den Zug aufspringen.“

„Vereinsleben 4.0.“ zielt darauf, mehr Menschen, vor allem Kinder für den Vereinssport zu gewinnen. So ist zum Beispiel eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und auch mit der Gemeinde geplant. Vereine gebe es viele in Alfdorf, nur koche jeder leider sein Süppchen selbst. Miteinanderreden und vom gegenseitigen Wissen profitieren, sei gewünscht.  So bringe man auch alle Teilorte enger zusammen.

Wohnen für jung und alt

Beim Thema alternative Wohnideen will man die Thematik angehen, dass ältere Menschen oft alleine in zu großen Häusern wohnen und jüngere Menschen dringend genug Platz suchen. Ohne die Menschen zu etwas drängen zu wollen, sollen gemeinsam Lösungen gefunden werden. Dabei stehe auch die neue Wohnform des Tiny Houses im Fokus, also eine Lebensweise auf sehr kleinem Raum.

Einen Energiestammtisch etablieren, Informationsveranstaltungen etwa über Windräder abhalten oder sogar eine Klima-Genossenschaft gründen sind die Ideen zum Thema klimaneutrales Alfdorf. Bis Ende 2030 solle das Ziel erreicht werden, wobei alle Bürger, Firmen und Landwirte mit ins Boot genommen werden sollen.

Um Natur und vor allem ihre Wertschätzung ging es beim letzten Projekt. Mithilfe von Schrebergärten, Schaugärten oder einem Waldlehrpfad möchte man vor allem Kindern und Jugendlichen die heimische Natur näherbringen.

Die Ergebnisse auf einen Blick

  • Die Konzepte und Ergebnisse zu allen neun Projekten von „Der ländliche Raum für Zukunft“ finden sich auf der Internetseite der Gemeinde unter www.alfdorf.de, Stichwort „Aktuelles“. Das Projekt wird vom Landesministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gefördert. cop

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