Wintereinbruch bringt Verzögerung

  • Weitere
    schließen
+
Die Bauarbeiten in der Alfdorfer Ortsmitte verzögern sich wegen des Wintereinbruchs. Bei Schnee und Eis können die Bauleute nicht asphaltieren.

Aufgrund der frostigen Temperaturen sind den Bauarbeitern in der Alfdorfer Ortsmitte die Hände gebunden. Die Baustelle ruht.

Alfdorf

Der Wintereinbruch mit Schneefall am Dienstag macht den umfangreichen Straßenbauarbeiten und dem Bauzeitenplan in der Alfdorfer Ortsmitte einen Strich durch die Rechnung. "Die Temperaturen sind einfach zu niedrig. Die Baustelle ruht", bedauert Bürgermeister Ronald Krötz. "Fürs Wetter kann niemand etwas", schiebt er nach. Und beschreibt, dass mancher Zeitgenosse "die Frechheit besitzt", durch die Baustelle zu fahren, obwohl diese nicht für den Verkehr frei und abgeschrankt ist. Aus gutem Grund, denn abstehende Schächte könnten Fahrzeuge beschädigen. Lediglich die Anlieger dürfen ganz langsam und vorsichtig passieren. "Die Polizei hat ihre Kontrollen jetzt verschärft", warnt der Schultes vor Missachtung der Sperrung.

Durch die zeitliche Verzögerung des vorangegangenen Bauabschnitts, bei dem manche historische Leitung plötzlich präsent war, die sich nicht in den alten Planunterlagen befand, und den Bauarbeitern manches Kopfzerbrechen bereitete, ist man jetzt auch mit dem aktuellen Bauabschnitt im Verzug. Und nun muss auch noch dem Winter- und Kälteeinbruch Tribut gezollt werden. "Es war geplant, in der kommenden Woche den Asphalt einzubauen. Dann wollten wir für Busse freigeben und ab dem 19. Dezember auch für den anderen Verkehr", beschreibt Krötz. Um jedoch Asphalt einbauen zu können, bedarf es mindestens fünf Grad Celsius im Plusbereich. "Jetzt können wir nur hoffen, dass die Temperaturen wieder milder werden", erklärt Krötz. Bis dahin muss die Baustelle ruhen. Er berichtete von einem kürzlichen Vororttermin mit Baufirma und Landratsamt und seufzt dabei schwer. "Es ist nicht zufriedenstellend", räumt er ein. "Ein wirkliches Problem."

Autofahrer haben in der Vergangenheit manch abenteuerliche Umleitung genutzt. Etwa über diverse Feldwege – und landeten dabei im Graben. "Hilfsbereite Landwirte oder Anwohner zogen sie dann wieder aus dem Dreck", schildert Krötz. Zudem werden die Feldwege teilweise stark verschmutzt, wenn diese befahren werden, und dabei die Spur nicht gehalten wird. Sei erwähnt, dass, sofern der Verursacher ermittelt wird, dieser für die Reinigung der Fahrbahn aufkommen muss.

Autos standen quer

Die Polizei hat ihre Kontrollen jetzt verschärft.

Ronald Krötz, Bürgermeister

Auch war der Weg über den Damm am Leinecksee am Dienstagvormittag gesperrt, "weil bereits am frühen Morgen um 4.30 Uhr aufgrund des starken Schneefalls die Autos quer standen", schildert der Bürgermeister. Zwar habe der Bauhof gestreut, doch der anhaltende Schneefall behinderte die Wirkung des Streusalzes. Kurz vor dem Mittag konnte die Strecke jedoch wieder freigegeben werden. Diese Strecke darf jedoch nur von Autos, nicht von Lastwagen genutzt werden. Deren Tonnagen würden dem Damm schaden, der für Schwerlastverkehr nicht ausgelegt ist. Auch hier kontrolliere die Polizei regelmäßig, berichtet Bürgermeister Krötz. Und neben Bußgeld drohe hier auch ein Punkt in Flensburg, warnt er.

Überörtlicher Verkehr ist angehalten, die offizielle Umleitung über Lorch und Schwäbisch Gmünd zu nehmen. Feldwege in jegliche Richtung zu befahren, ist verboten. Es besteht auch die Möglichkeit, die Baustelle weiträumig über die Schützenstraße und den Voggenberg zu umfahren.

Zurück zur Übersicht: Alfdorf

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL