Wo es in Alfdorf eine Wärmestube gibt

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Heizkörperthermostat (Symbolfoto)
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Eine Taskforce bereitet in der Gemeinde die Maßnahmen bei einer Gasmangellage oder Stromausfall vor. Auch an die Menschen in den vom Hauptort weit entfernten Weilern ist gedacht.

Alfdorf. Wie Deutschland mit seinen Gasvorräten durch den Winter kommt, ist noch nicht absehbar. Darum rüsten sich die Kommunen für eine Gasmangellage oder einen Stromausfall. Auch in Alfdorf trifft sich regelmäßig eine Taskforce, zu der Mitglieder der Verwaltung, des Bauhofs, des Deutschen Roten Kreuzes, der Feuerwehr und ein örtliches Elektrounternehmen gehören, wie Bürgermeister Ronald Krötz aufzählt. „Ich gehe nicht vom 'worstcase' aus“, sagt er. Doch auch wenn der „schlimmste Fall“ nicht eintritt, sei die Gemeinde vorbereitet, um die Krisenlage bestmöglich zu bewältigen und Gefahren für Leib und Leben abzuwehren. Empfindliche Beeinträchtigungen im Alltag seien jedoch für die Bevölkerung unvermeidbar.

Tritt der Notfall ein, würde ein Krisenstab aufgerufen, um die Einsatzlage rund um die Uhr bewältigen zu können Die Taskforce bereite dazu Beschaffungen und Einsatzmaßnahmen vor. So seien etwa Kommunikationswege festgelegt, Alarm- und Einsatzpläne überarbeitet, Ausrüstungs- und Verbrauchsgegenstände sichergestellt und die Beschaffung von zusätzlichen Funkgeräten und eines Satellitentelefons in Auftrag gegeben worden.

Für den nach Krötz' Einschätzung unwahrscheinlichen Fall, dass das Telefonnetz vorübergehend ausfällt, seien vier Notfallmeldepunkte festgelegt worden, an denen die Bevölkerung Notfälle melden und Hilfe erhalten könne.  Dies sind die Schule inAlfdorf, das Bürgerzentrum in Pfahlbronn, die Schule in Hellershof und der Feuerwehrstandort in Hintersteinenberg.

Für den Fall, dass in Privatwohnungen die Heizungen oder auch der Strom längerfristig ausfällt, wird das Kultur- und Sportzentrum zur zentralen Wärmestube, sagt Krötz. Denn dort gibt es zum einen genügend Platz für Wärmebedürftige. Außerdem wird die Heizung mit Hackschnitzeln betrieben, zusätzlich  werde ein Notstromaggregat besorgt. Im Bedarfsfall könnte der Notfalltreffpunkt auf die Schlossgartenschule und die Alte Halle ausgeweitet werden. Hier stehen ausreichend Räume zur Unterbringung und Betreuung von Personen in Notlagen zur Verfügung. Ein weiterer Notfalltreffpunkt könnte gegebenenfalls im Bürgerzentrum in Pfahlbronn entstehen, die Prüfungen dazu laufen noch.

Auch, was die Wasserversorgung durch den Zweckverband Menzelsmühle im Notfall betrifft, seien Maßnahmen getroffen und ausreichend Notstromaggregate besorgt worden. So sei die Versorgung mit einer notwendigen Pro-Kopf-Menge Wasser auch bei einem Stromausfall gewährleistet.

Der Lichtblick in der unwägbaren Situation: In Alfdorf seien insgesamt nur 300 Haushalte abhängig von der Gasversorgung, sagt Krötz. Und auch an jene Bürger sei gedacht, die von den entlegenen Gehöften auf  der riesigen Alfdorfer Gemarkung in die Wärmestube wollen. Bürgerbus, Bauhof, DRK und Feuerwehr würden alle für den Transport einspringen, sagt der Bürgermeister.  Anja Müller

 

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