Zwei bis vier Schläge zur Premiere

+
Souveräner Fassanstich von Bürgermeister Ronald Krötz: Ruck-Zuck floss das Freibier beim Alfdorfer Straßenfest.
  • schließen

Geselligkeit und Kulinarik stand für tausende Besucher im Vordergrund beim Alfdorfer Straßenfest nach langer Pandemie-Pause.

Alfdorf

Was braucht es um ein richtiges Bürgerfest für alle Generationen auszurichten, wie es die vielen Gäste am Wochenende in Alfdorf beim Straßenfest erleben konnten? Eine ausgefeilte Organisation und sehr viele helfende Hände. Dazu große Motivation und jede Menge Gastfreundschaft. All dies schien beim Alfdorfer Straßenfest in Hülle und Fülle vorhanden zu sein, denn der Erfolg war riesig.

„Einfach klasse“ strahlte da ein Bürgermeister Ronald Krötz übers ganze Gesicht. Dabei standen die Zeichen am Samstagnachmittag noch alles andere als gut, schließlich gab es Dauerregen und jede Menge dunkle Wolken. Aber wie von Zauberhand weggeschoben, gab es kurz vor dem Fassanstich um 18 Uhr keinen Regen mehr. Flink wurden die zahlreichen Bänke und Tisch trockengezogen – und Bürgermeister Krötz konnte bei trockener Witterung zum Hammer greifen. Viele Augenpaare beobachteten ihn und die Zuschauer waren gespannt, wie viel Schläge er bei seinem ersten Fassanstich als Schultes von Alfdorf benötigen würde. „Ich bin zwar seit zweieinhalb Jahren Bürgermeister, aber das ist jetzt eine Premiere. Ich gebe zu, ich bin etwas nervös“, stellte er fest.  Doch die Nervosität war unbegründet, souverän schlug er mit dem Hammer den Spund ein – und nach vier Schlägen wurde der Zapfhahn geöffnet, damit Freibier floss. Hätte aber wohl schon nach dem zweiten Schlag geklappt. Eine kleine Warteschlange hatte sich schnell gebildet.

So gab’s den erfolgreichen Auftakt für das Straßenfest, der symbolisch für das ganze Fest genommen werden konnte. Sowohl am Samstagabend als auch den ganzen Sonntag über ließen sich tausende Besucher von der Alfdorfer Gastfreundschaft verwöhnen.

Kulinarische Meile

Mit allen Sinnen wurde da ein Fest genossen, das so ziemlich keinen Wunsch offen ließ. Die Jugend feierte zu ihrer Musik im Hof hinterm Rathaus, gern ließ man sich auch im Schlosshof und am Marktplatz vor den beiden Bühnen nieder. Hier Bauchtanz, da ukrainische Folklore, dort Zauberei oder auch Stockbrot und eine Schlossstraße, die durch ansässige Gastronomie und Mitglieder der 80 Vereine in eine kulinarische Meile verwandelt wurde. Gute Stimmung war dank vieler fleißiger Vereinsmitglieder, die mit Essen und Trinken aufwarteten, garantiert. Das einzige Contra bei der Veranstaltung gab es lediglich bei den „Line-Dancers“ auf der Bühne im Schlosspark. Hier aber nur bezüglich einer Tanzformation, die nun mal „Contra“ heißt.

Beim Programm war an alle Generationen gedacht. Egal, ob es nun um die Kinderdisco im Schlosspark ging, um das große Blasmusiktreffen auf dem Marktplatz, Techno- und Rockrhythmen im Rathaus-Innenhof oder auch Tina Schlechter und Vera Reissmüller & die HonkphonkBand“ auf dem Marktplatz . Dazu gleich nach dem Faßanstich auf dem Marktplatz Country- und Folk von Felix Schurr. Geselligkeit und Kommunikation waren Trumpf. Vergessen waren die zwei Jahre, in denen das beliebte Straßenfest ausfallen musste aufgrund der Pandemie.

Ukrainische Spezialitäten

Klasse Wetter, tolle Kulinarik, einige Workshops, aber auch die vielen Sitzgelegenheiten sowie manch aufwändige Dekoration an den Ständen trafen auf riesige Resonanz. Etwa im Schlosspark-Innenhof, wo sich in einem Pavillon weinrote Hussen an Stehtischen des Gewerbe- und Handelsvereins präsentierten. Dazu stilvoll mit LED beleuchtete Tischfloristik und Ziergräser in Töpfen. Und dann noch eine „Handy-Maultasche“, die genossen wurde, während der Gast die Bühnenshow verfolgte. Es passte einfach alles.

International war das Flair allemal. Allein bei der kulinarischen Seite gab es manchen Gaumenschmaus aus fernen Landen. Auch ukrainische Spezialitäten, dargeboten von Geflüchteten, die im Stephanushaus angeboten wurden. Am Sonntagnachmittag gab es zudem ukrainische Folklore und Dankesworte für die Bevölkerung. So stellte Alfdorf unter Beweis, dass es wahrlich „MITEINANDER#FEIERN“ kann. Also getreu dem Motto, unter dem eingeladen worden war.

Straßenfest Alfdorf
Straßenfest Alfdorf
Kinderdisco begeistert.

Zurück zur Übersicht: Alfdorf

Kommentare