Backnang: Sportplatz wird zur Flüchtlingsunterkunft

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Symbolbild

Am Backnanger Schulzentrum sollen bis zu 300 Geflüchtete Platz finden.

Backnang. Mit dem Bau einer neuen Flüchtlingsunterkunft auf dem Sportplatz des Beruflichen Schulzentrums in Backnang reagiert der Rems-Murr-Kreis in enger Abstimmung mit der Stadt Backnang auf den sprunghaften Anstieg der Flüchtlingszahlen in ganz Baden-Württemberg. Seit Dienstag entstehen dort für rund 300 Geflüchtete drei beheizbare Wohn-Zelte mit abgetrennten Wohneinheiten für jeweils vier bis sechs Personen. Zusätzlich wird es zwei Kochzelte, getrennte Sanitärcontainer sowie zwei Waschmaschinen-Zelte geben.

Die Flüchtlingsunterkunft in Backnang ist die erste von weiteren Unterkünften im Landkreis und wird voraussichtlich ab Mitte September nutzbar sein.

Da der Sportplatz bereits 2016 als Notstandort beziehungsweise Zeltstandort diente, können die damals verlegten Ver- und Entsorgungsleitungen dabei zum Großteil wieder genutzt werden. Die Nutzungsdauer ist bis voraussichtlich Juli 2023 geplant.

Für Landrat Dr. Richard Sigel bleibt die Flüchtlingsunterbringung in Zelten eine Notlösung. Dennoch hat sich die Kreisverwaltung dazu entschlossen, auf dem Gelände des Beruflichen Schulzentrums Backnang drei Zelte zu errichten. Dadurch wird bei kurzfristigen Zuweisungen von Flüchtlingen eine schnelle Unterbringung möglich.

Kurzfristige Notfallplätze

Mit der Unterbringungsmöglichkeit reagiert der Landkreis auch auf die Aufnahmeanforderung geflüchteter Personen von Seitens des Landes. So habe das zuständige Regierungspräsidium Karlsruhe „überraschend erhebliche Zuweisungen angekündigt und die kurzfristige Schaffung weiterer Notfallkapazitäten eingefordert“, teilt die Kreisverwaltung mit. In einem ersten Schritt schafft der Landkreis deshalb kurzfristig Notfallplätze. Diese sollen über die Sommerferien insbesondere in Turnhallen zur Verfügung stehen. Ende der Sommerferien stehen dann nach Angaben der Kreisverwaltung die Zeltunterkünfte in Backnang als längerfristige Notfallkapazitäten zur Verfügung. Parallel dazu steht die Schaffung langfristiger Unterbringungsmöglichkeiten im Fokus.

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