Brücke in Waldhausen fast fertig

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Waldhausen Sanierung Remsbrücke
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Die Arbeiten an der Remsbrücke in Waldhausen sind auf der Zielgeraden. Ob die Einweihung aber noch vor Weihnachten stattfinden kann, ist unsicher.

Lorch-Waldhausen

Die Schaufel des Baggers gräbt sich in einen Haufen gelben Schotter. Voll beladen macht der Bagger kehrt und überquert die neue Remsbrücke. Am anderen Ufer lässt er seine Ladung fallen, dicht neben Rainer Bohn. „Auf der Brücke liegen noch Schutzbretter, damit die Fahrzeuge die Oberfläche nicht beschädigen“ kommentiert der Bauleiter und zeigt auf zwei Holzbahnen. Denn die schützende Deckschicht der Straße, also der Asphalt, soll erst Ende kommender Woche aufgebracht werden.

„Wenn alles klappt“, sagt Bohn und wiegt den Kopf hin und her. Dass Schnee angekündigt sei, könne den Zeitplan durcheinanderwirbeln. „Eigentlich soll die Brücke am 22. Dezember eingeweiht werden“, verrät der 55-Jährige. Ob der Termin mit Landrat und Bürgermeisterin gehalten werden kann, entscheide sich kommende Woche.

Seit Februar ist die wichtige Zufahrt zum Lorcher Teilort Waldhausen eine Baustelle und komplett gesperrt. Nachdem die alte Brücke abgebrochen worden war, starteten eine Vielzahl an Handwerkern unter Leitung von Rainer Bohn mit dem Wiederaufbau.

Jetzt ist man auf der Zielgeraden. „Seit fünf Wochen ist der Straßenbau am Werk, danach ist alles fertig.“ Diese Arbeiten dauern allerdings schon länger als gedacht: „Weil wir im Boden auf beiden Uferseiten entdeckt haben, dass Entwässerungsrohre komplett erneuert werden müssen“, sagt Rainer Bohn. Unter einem vor Jahrzehnten zubetonierten Schacht seien alte Rohre entdeckt worden, mit denen man nicht gerechnet habe.

Das ist nun alles fertig, die Gräben sind zugeschüttet. Momentan setzen die Arbeiter die Randsteine der deutlich breiteren Gehwege auf den angrenzenden Straßen und füllen die Flächen mit Schotter. „Hier wird Schnee zum Problem, weil dieser nicht mit Schotter bedeckt werden darf.“ Denn sonst würde sich Wasser im Bodenaufbau sammeln und man müsse mit Frostaufbruch rechnen.

Höher als die Vorgängerin

Fertig sind die Gehwege auf beiden Seiten im Bereich der Brücke, es fehlen nur noch die Stahlgeländer. „Die Oberfläche des Betons hier wurde mit einem Rosshaarbesen bearbeitet“, erklärt Bohn und zeigt auf Rillen: „Sonst wäre der Weg glatt und rutschig.“ Der Gehweg auf Seiten der früheren Ostalm ist jetzt 2,75 Meter breit, deutlich mehr als früher. „Hier soll der Remstalradweg weiterführen, der vom Ufer herkommt“, sagt Bauleiter Bohn.

Die Brücke ist höher als ihre Vorgängerin, 50 Zentimeter ab Unterkante, sagt Bohn. „Wegen des Hochwasserabflussquerschnitts.“ Jetzt halte das neue Bauwerk einem 100-jährigen Hochwasser stand. Eine Folge der Höhe sei, dass man von beiden Uferseiten nun eine leichte Steigung habe. „2,46 Prozent“, weiß Rainer Bohn aus dem Stehgreif. Außerdem erzählt er, dass Leerrohre in der Brücke liegen, für schnelles Internet etwa. Insgesamt sei beim Bau der Spannbetonbrücke alles normal verlaufen. Bis auf das Hochwasser im Juli, durch das die Rems bis knapp unter die Baustelle reichte. Der Bautechniker des Landkreises betreut nicht ständig Baustellen diesen Umfangs. „Für den Ostalbkreis ist das eine große Maßnahme, mit über 1,4 Millionen Euro Kosten.“ Im kommenden Jahr hat Rainer Bohn sieben kleinere Brücken auf der Liste, alle in entfernteren Ecken des Kreises.

Mehr Bilder von den Brückenbaustelle in Waldhausen gibt's online auf www.tagespost.de.

„Hier wird Schnee zum Problem, weil dieser nicht mit Schotter bedeckt werden darf.“

Rainer Bohn,, Bauleiter
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Noch liegen auf der Remsbrücke Schutzbretter. Doch auch die sollen bald verschwinden, weiß Bauleiter Rainer Bohn, denn die Bauarbeiten an der Brücke in Waldhausen befinden sich auf der Zielgerade.
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