Den Jugendbeirat im Juni gründen?

+
Bald könnte ein Jugendarbeit das Leben in Lorch mitgestalten.
  • schließen

Junge Lorcher könnten bald den Vorstand für das Gremium wählen, das sich für ihre Interessen stark macht. Alle interessierten Jugendlichen können jederzeit mitmachen.

Lorch. Noch steckt die Idee eines Stadtjugendbeirats in den Anfängen. Zu einem ersten Treffen zur Gründung dieses Gremiums fand sich nun eine kleine Handvoll junger Leute zwischen 14 und 17 Jahren im Bürgerhaus ein. Diese Jugendlichen seien „hochmotiviert“, haben bereits Erfahrung in der SMV oder in der Vereinsarbeit gesammelt, berichtet Stadtjugendreferent Thomas Hägele. Nun sei es zunächst einmal darum gegangen, Stundenpläne und mögliche Zeitfenster für den Jugendbeirat abzugleichen.

Das Ziel eines nächsten Treffens im Juni sei es, die Amtsträger zu wählen. Der Jugendreferent rät zu einem Vorsitzenden und einem Stellvertreter, weitere Funktionen sollen die Jugendlichen selbst festlegen. „Ich will Partizipation fördern“ und, dass die Jugendlichen sagen, was ihre Bedürfnisse sind, betont Hägele und sieht seine Rolle bei der Gründung und Begleitung des Jugendbeirats sehr zurückhaltend. Er stelle Raum und Zeit zur Verfügung. Was der Jugendbeirat macht, sollen die Mitglieder selber bestimmen. Deren Anzahl sei, anders als bei einem Jugendgemeinderat, dessen Mitglieder gewählt werden und ein festes Gremium bilden, nicht limitiert.

Wie es nun weitergehen soll, erläutert Bürgermeisterin Marita Funk. Wann der Jugendbeirat seine Arbeit aufnimmt, solle während oder nach dem voraussichtlich konstituierenden Treffen im Juni geklärt werden. Es sei angedacht, dass der Jugendbeirat mindestens zwei Mal im Jahr tagt, genau wie die Ausschüsse, die dem Lorcher Gemeinderat angegliedert sind. „Gerne öfters“, wenn es entsprechende Themen oder Projekte zu bewerkstelligen gibt, ergänzt die Bürgermeisterin. Bei den Sitzungen werde jeweils Jugendreferent Thomas Hägele dabeisein. Und den Jugendlichen beispielsweise mit Hintergrundinformationen zur Verfügung stehen. So mussten die jungen Lorcher bei einer Jugendveranstaltung mit dem damaligen Bürgermeister Karl Bühler zwar eine Absage an die Idee eines Hallenbads anhören, weil die Stadt dafür schlicht kein Geld hatte. Dafür haben die jungen Leute nicht unnötig Energie in eine nicht zu verwirklichende Idee gesteckt, nennt Hägele ein Beispiel.

Das könnten erste Projekte sein

Auch Funk möchte bei den Treffen dabeisein. Die Bürgermeisterin freut sich schon darauf, erinnert sich begeistert daran, wie junge Lorcher sich beim Bürgerbeteiligungsprozess zum Stadtentwicklungsplan engagiert haben. Sie und der Jugendreferent werden die Verbindungsglieder zwischen Gemeinderat und Jugendbeirat sein. Zunächst einmal sei angedacht, dass der Vorsitzende des Jugendbeirats sich und seine Mitstreiter im Sozialausschuss des Gemeinderats vorstellt. Am Rande bemerkt: Während der Sitzungen des Jugendbeirats sollen die Teilnehmenden „natürlich“ mit Getränken verpflegt werden - wie die Mitglieder des Gemeinderats. Ob es wie beim Erwachsenengremium auch „Nachsitzungen“ gebe, „wird sich zeigen“.

Ein erstes Projekt steht offenbar auch schon im Raum: Die Gestaltung der Begrünung auf dem Schulcampus sei von den Jugendlichen genannt worden, sagt Funk. Und nennt gleich noch eine Idee: „Wir als Stadt würden uns freuen, wenn sich die Jugendlichen auch zur Belebung und zum Austausch in und um den Jugendraum einbringen.“

Zurück zur Übersicht: Lorch

Mehr zum Thema

Kommentare