Deutlich mehr Platz für die vielen Pakete

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Der neue Zustellstützpunkt der Deutschen Post AG in der Lorcher Straße in Waldhausen ist dem Unternehmen zufolge „zukunftsfähig aufgestellt und kann noch größere Paketmengen bewältigen“.
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Warum der Zustellstützpunkt von Lorch nach Waldhausen umgezogen ist.

Lorch. Elf Jahre lang befand sich der Zustellstützpunkt der Deutschen Post AG in der Ziegelwaldstraße 14 im Osten Lorchs. Mitte Mai ist der Stützpunkt umgezogen, nach Waldhausen in die Lorcher Straße 30. Der große, neu errichtete Parkplatz voll gelber Postbusse sticht beim Vorbeifahren sofort ins Auge.

Der Umzug habe aus Gründen der Kapazität stattgefunden, sagt Sonja Radojicic. „Der neue Standort ist jetzt zukunftsfähig aufgestellt und kann noch größere Paketmengen bewältigen“, erklärt die Leiterin der Pressestelle Süd der Deutschen Post DHL Group. 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten am neuen Standort, zehn mehr als zuvor in Lorch. Lars Kißling berichtet, dass die Deutsche Post zuerst bei ihm angefragt habe, ob er mehr Fläche bereitstellen könne. Der Geschäftsführer der Bauelemente Czernik GmbH im Lorcher Osten war der bisherige Vermieter der Post.

Weniger Briefe − mehr Pakete

320 Quadratmeter groß ist der Gebäudeteil, den die Post nutzte. Hinzu kommen 15 Parkplätze. „Die Post wollte sich verdoppeln“, sagt Kißling, „mehr Fläche gibt es hier aber nicht, weil ich die übrigen Teile des Gebäudes selbst nutze“. Er erzählt, dass er die veränderte Situation für den Zusteller über die Jahre beobachten konnte. Das Paketaufkommen sei exorbitant nach oben geschossen. „Vor elf Jahren standen auf den Parkplätzen noch 15 Volkswagen Caddys, heute fahren sie mit den größeren Bussen.“ Der Trend habe sich gewandelt, hin zu weniger Briefen und mehr Paketen.

Auf größere Paketmengen verweist auch Sprecherin Radojicic. Außerdem berichtet sie, dass der Zustellstützpunkt aktuell 17 Zustellbezirke bediene, später aber weitere sieben aus dem Bereich Schorndorf dazukommen würden. Was vor Ort passiere? „Im Zustellstützpunkt bereiten die Postboten ihre Zustelltouren vor.“ Der größte Teil der Briefe, der frühmorgens vom Briefzentrum in Göppingen angeliefert werde, sei schon nach der Gangfolge der Zusteller sortiert. „Geringe Mengen müssen im Zustellstützpunkt noch von Hand in die Reihenfolge gebracht werden, in der die Postboten nachher die Straße entlanggehen oder -fahren.“

Nachmieter gesucht

Auch die Päckchen und Pakete, die morgens mit mehreren Lastwagen vom Paketzentrum in Köngen kommen, müssten entsprechend der Touren in die Zustellfahrzeuge geladen werden, bevor die Postboten in ihre Bezirke aufbrechen. Radojicic ergänzt, dass die Zusteller zwischen 9.15 Uhr und 10 Uhr abfahren würden und gegen 15.30 Uhr zurückkehren. „Insgesamt gibt es 2621 Zustellstützpunkte in Deutschland“, so die Sprecherin Sonja Radojicic.

Lars Kißling sucht nun Nachmieter für seine Immobilie in der Ziegelwaldstraße. „Die Fläche ist vielseitig nutzbar, beispielsweise befand sich dort vor der Post ein Getränkemarkt.“ Er könne sich vom Laden über einen Industrie- oder Handwerkerbetrieb bis zum Lager alles vorstellen. „Ein paar Anfragen gab es auch schon, aber noch nichts Konkretes.“ Das Gebäude liegt im Industriegebiet, wo es aber auch vereinzelt große Discounter oder etwa ein Fitnessstudio gibt. Cornelia Villani

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