Dreister Diebstahl aus dem Garten

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Tomaten, Zwiebeln und Lauch wurden aus dem öffentlichen Garten in Lorch-Waldhausen geklaut und auf die Straße geworfen.
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Im öffentlichen Garten in Lorch-Waldhausen wurde Gemüse geklaut - und einfach weggeschmissen. Die Verantwortlichen ärgern sich sehr.

Lorch-Waldhausen

Sehr ärgerlich klingt Sieghart Dreher am Telefon: „Schöne große Stuttgarter Riesenzwiebeln hatten wir in einer Reihe“, erzählt der Initiator des Urban Gardening-Projekts in Waldhausen. Und ergänzt: „Die waren fast alle weg.“ Genauso wie einige Möhren, aber auch Lauch und Sellerie. Das zehnköpfige Team des öffentlichen Gartens neben der Grundschule ärgerte sich vor kurzem über diesen dreisten Diebstahl.

Was am schlimmsten gewesen sei: „Tags drauf wurde das Gemüse auf der Straße liegend gefunden“, erzählt Dreher, und zwar an der Ecke Bahnhofstraße und Remsgartenstraße. „Wir finden es nicht schlimm, wenn sich jemand mal am Garten bedient, um das Gemüse dann auch zu essen.“ Aber es herauszureißen und einfach wegzuschmeißen, sei eine Frechheit. Leider blieb es nicht bei diesem Fall. „Tage später habe ich neben dem Zaun im Gras einen abgerissenen Kürbis entdeckt.“ Das sei eindeutig Vandalismus und „gewaltig ärgerlich“.

Der umzäunte Garten wurde erst im Frühjahr zwischen Remstalradweg und Grundschule angelegt. Wo früher Wiese war, stehen jetzt Beete zur Verfügung. Die Stadt rief Hobbygärtner dazu auf, sich zu beteiligen. Eine Gruppe von zehn Männern und Frauen hatte sich schließlich gefunden und das Projekt mit viel Arbeit und Aufwand vorangetrieben. Mittlerweile wachsen pralle Tomaten an Sträuchern, Bohnen- und Kürbispflanzen ranken sich in die Höhe und auch die Brombeersträucher tragen Früchte. Noch während des Einsäens hatten die Gärtner sich geeinigt, dass sie ihre Erträge miteinander teilen wollen. Auch Bürgermeisterin Marita Funk sagte damals: „Ernten sollen eigentlich diejenigen, die auch die Arbeit hatten.“ Wie Sieghart Dreher relativiert sie nun: „Wenn sich jemand mal eine Birne pflückt oder auch ein bisschen Gemüse, um es dann auch zu essen, ist das in Ordnung.“ Doch die Früchte einfach wegzuschmeißen sei dreist und einfach nur ärgerlich. Sie habe mit dem Sicherheitsdienst, der regelmäßig den Badesee abläuft, vereinbart, dass die Teams auch am Garten vorbeischauen.

Weitere Schäden verhindern

Dreher meint, dass man kaum eine Möglichkeit habe, gegen diesen Vandalismus etwas zu machen. „Am besten hält jeder die Augen offen.“ Immerhin sind an der Stelle ja auch Spaziergänger unterwegs. Wegen der nahen Brückenbaustelle sicherlich weniger als sonst. Doch auch der benachbarte Pumptrack ist viel besucht. Vielleicht genügt diese Öffentlichkeit, um weitere Schäden zu verhindern. Denn eigentlich sei das Urban Gardening ein Erfolgsprojekt, erzählt Dreher: „Der viele Regen hat den Beeten gutgetan.“ Bald sei vieles reif für die erste Ernte.

Tomaten, Zwiebeln und Lauch wurden aus dem öffentlichen Garten in Lorch-Waldhausen geklaut und auf die Straße geworfen.

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