Eine Zeitreise durch die Literatur

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Sommerpoesie unter freiem Himmel in Lorch

Theaterabend des Runden Kultur Tisches Lorch entzückt die Zuschauer.

Lorch. Der Kastellhof beim Lorcher Rathaus bot ein passendes Ambiente für den Theaterabend des „Runden Kultur Tisches Lorch“ mit „Dein Theater Stuttgart“. Die zahlreichen Zuschauer, so heißt es in dem Bericht des Runden Kultur Tisches Lorch, erlebten einen abwechslungsreichen Abend mit einem Feuerwerk aus Geschichten, Rezitationen und Gesang auf einer Zeitreise durch die Literatur.

Einfach sagenhaft

Im ersten Teil präsentierte die Schauspielerin und Sängerin Ellen Schubert ihr Programm „Einfach sagenhaft“: Sagen und Lieder aus Württemberg und Baden über Liebe, Verbrechen und Glück. Beispielhafte Geschichten, die übers Volk vermittelt und später im 19. Jahrhundert aufgeschrieben wurden. Auch die Herkunft von Namen und Bezeichnungen erläuterte Schubert. Die Zuschauer erfuhren etwa, wie Württemberg zu seinem Namen kam, hörten eine Geschichte über Vaterliebe, vom Schwaben, der Freiburg kaufen wollte, über die feindlichen Brüder auf Burg Lichtenberg und das Kraut der übermenschlichen Kräfte, die Springwurzel.

Poetisch-Musikalisches

Im zweiten Teil des Abends boten die Schauspielerinnen Gesine Keller, Martina Schott und Ella Werner poetisch musikalische Alltagsunterbrechungen unter dem Thema „Sozusagen grundlos vergnügt“, unter anderem mit einer Aussage des Schriftstellers Dschalal Ad -Din Muhammad Rumi (1207 – 1273) „Darum: Achten Sie gut auf diesen Tag, denn er ist das Leben. Der Augenblick ist unser Glück. Jetzt.“

Ebenso berührend sei das Gedicht von Mascha Kalèko über die Freude, die die Natur uns täglich erleben lässt, gewesen. Texte von Hannes Wader, Hermann Hesse, Fontane, Sicher, Hans Rasch und anderen seien den interessiert lauschenden Zuschauern in beeindruckender Weise geboten worden. Immer wieder aufs Neue habe das Publikum die außergewöhnliche Zusammenstellung der Werke, die eigenwillige, abwechslungsreiche Vortragskunst der Darsteller und die geschickte Dramaturgie von Norbert Eilts und Kollegen bewundert.

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