Eine einzigartige Taufe in der Rems

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So viele Familien wie noch nie feierten am vergangenen Samstag das Tauffest am Remsmittelpunkt bei Waldhausen. Im Bild taufen die Pfarrer Lukas Golder (l.) und Christof Messerschmidt.
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Das vierte Tauffest am Remsmittelpunkt in Lorch-Waldhausen fand am Samstag bei bestem Wetter statt. 26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.

Taufe in der Rems in Lorch-Waldhausen

26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.  © Cornelia Villani
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.  © jps
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.  © jps
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.  © jps
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.  © jps
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.  © jps
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.  © jps
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.
26 Täuflinge und ihre Familien stiegen in den Fluss.  © jps

Lorch-Waldhausen. Schweißperlen glänzten auf Lukas Golders Stirn. „Dass ich gerade in die Rems steigen konnte, hat richtig gut getan“, bekannte der Waldhäuser Pfarrer lachend. Im schwarzen Talar standen er und sein Lorcher Kollege Christof Messerschmidt vor wenigen Minuten im Fluss beim Remsmittelpunkt in Waldhausen und tauften mehrere Kinder. Insgesamt 26 Menschen wurden bei diesem besonderen Tauffest in die Kirche aufgenommen.

Bereits zum vierten Mal nutzten die Kirchengemeinden Waldhausen, Lorch und Weitmars, Großdeinbach und Lindach-Mutlangen den einladend gestalteten Platz am geographischen Mittelpunkt der Rems. Premiere war während der Remstal-Gartenschau 2019 gewesen. Seitdem fand das Tauffest jedes Jahr statt, auch während der Pandemie. 2020 hatten allerdings nur sechs Familien die Möglichkeit genutzt, nach immerhin zwölf Täuflingen im Jahr zuvor. 2021 waren es dann schon 19 Taufen, „samt Warteliste fürs kommende Jahr“, verriet Christof Messerschmidt damals. Am Samstag stiegen dann 26 Familien ins Wasser. 

Und genossen die Abkühlung. Denn die Sonne schien heiß vom blauen Himmel – wie übrigens in den Jahren zuvor auch. Umso sinnvoller schienen die vielen Sonnenschirme, die die Menschen neben ihre Picknickdecken gesteckt oder einfach in der Hand hatten. Viele saßen auch unten den Sonnenschirmen an den Tischen der „Remsschenke“ vom Heiko Gische. Pfarrer Golder dankte dem Remsmittelpunkt-Wirt später für seine Gastfreundschaft. 

Das System von 2021

Wegen der vielen Menschen hatte die Veranstaltung noch mehr den Charakter eines Festes als in den Jahren zuvor. „Wir müssen auch gar keine Werbung mehr machen“, erzählte Lukas Golder. Familien aus den Kirchengemeinden, aber auch aus Stuttgart oder Alfdorf hätten sich früh angemeldet. Um die Anzahl zu bewältigen, griffen die Pfarrerinnen und Pfarrer auf das System von 2021 zurück. Schon damals hielten sie vier Gottesdienste ab, immer zur vollen Stunde ab 10 Uhr. Jochen Leitner aus Großdeinbach leitete mit Golder und Messerschmidt gleich den ersten. Danach blieben die Lorcher unter sich, bis Friederike Fritz in Nummer drei und vier dazu stieß. Die Pfarrerin war die Vertretung aus Lindach-Mutlangen für Eleonore Härter, die im Ruhestand ist. Neben den bildhaften Predigten erzeugten die Musiker viel Feierlichkeit. Der Waldhäuser Posaunenchor unter Leitung von Peter Okker spielte um 10 und um 11 Uhr, bis ihn der Handharmonika-Club Waldhausen für die beiden anderen Termine ablöste. 

Ebenfalls aus Waldhausen stammt die kleine Chiara, die von ihrer Mutter nach der Taufe in den Kinderwagen gesetzt wurde. „Wir wollten einfach etwas Besonderes machen, was nicht jeder macht“, erklärte Jennifer ihre Entscheidung für die Flusstaufe. Das Wetter sei toll und ihr Töchterchen habe alles gut mitgemacht. 
Eine „einzigartiges“ Erlebnis

Auch Carmen Heller war begeistert: „Das war einzigartig, hier in der Natur“, fand die Mutter von Heidi, die entspannt zuhörte. Opa Karl Abele stand die Freude ins Gesicht geschrieben: „Das Wasser, die Atmosphäre, die vielen Kinder, einfach beeindruckend“, schwärmte er. Manchmal wirke Kirche so eingepfercht: „Aber in solchen Aktionen spiegelt sich das richtige Leben wider, so zeigt die Kirche Verbundenheit mit der Natur und den Menschen.“ 

Pfarrer Golder gab gerne zu, dass das Tauffest auch den Sinn habe, für die Kirche zu werben. Und zwar sichtbar, außerhalb des Gebäudes mit dem Glockenturm. „Wir haben festgestellt, dass wir nicht in der Kirche sitzen und warten können, bis die Menschen zu uns kommen.“

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