Englert steht Wasserverband Rems vor

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Thorsten Englert ist zum Vorsitzenden des Wasserverbands Rems gewählt worden.

Erster Bürgermeister der Stadt Schorndorf einstimmig gewählt.

Schorndorf. In einer außerordentlichen Sitzung haben die Mitglieder des Wasserverbandes Rems einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Verbandsvorsitzender ist Thorsten Englert, Erster Bürgermeister der Stadt Schorndorf. Er folgt damit auf Schorndorfs Alt-Oberbürgermeister Matthias Klopfer.

„Ich freue mich sehr über das einstimmige Ergebnis und bin mir der Herausforderungen für die kommenden Jahre bewusst. Hochwasserschutz ist in Zeiten des Klimawandels wichtiger denn je“, sagte Englert zu seiner Ernennung. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, welche Schäden Platzregen und Unwetter im Remstal anrichten können. „Mit unseren Hochwasserrückhaltebecken haben wir bereits schlimmere Schäden verhindern können.“

Als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt wurden Sven Müller, Bürgermeister der Gemeinde Winterbach, Thomas Deißler, Erster Bürgermeister der Stadt Weinstadt sowie Reinhard Molt, Bürgermeister der Gemeinde Remshalden. Für den kaufmännischen Geschäftsführer Daniel Beutel, der sein Amt zum 31. Januar niedergelegt hatte, rückt Jörn Wenzelburger, Fachbereichsleiter Finanzen der Stadt Schorndorf, nach. Technischer Geschäftsführer bleibt Hans-Peter Sieg, ebenfalls von der Stadt Schorndorf. Die Wahl findet alle fünf Jahre statt.

Erkenntnis aus hohem Schaden

Nach dem Remshochwasser im Februar 1990 mit Schäden von über 20 Millionen Mark reifte im Remstal die Erkenntnis, dass nur ein Hochwasserschutzkonzept für das ganze Tal die Überschwemmungsgefahr vermindern kann. In den Jahrzehnten zuvor hatte man versucht, durch die Begradigung der Rems und den Bau von Schutzdämmen das Wasser schneller abzuführen. Dieses Konzept führte in den talabwärts liegenden Gemeinden zu einer Verschärfung der Hochwassergefahr. Nach Gesprächen mit allen Gemeinden im Einzugsgebiet der Rems und der Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes gründete sich 1993 die Planungsgemeinschaft Rems. Ziel war eine integrierte Flussgebietsuntersuchung, die außer dem Hochwasserschutz auch für eine ökologische Aufwertung im Remstal sorgen sollte. Vier Jahre später legte die Planungsgemeinschaft das Ergebnis vor.

Bis Anfang 1998 einigten sich die direkt an der Rems anliegenden Kommunen mit Ausnahme von Böbingen mit dem Ostalbkreis, dem Rems-Murr-Kreis und dem Kreis Ludwigsburg, mit dem Regierungspräsidium Stuttgart einen Verband zu bilden, der die Hochwasserschutzeinrichtungen bauen sollte. Im April 1998 fand in Schorndorf die Gründungsversammlung des Wasserverbands Rems statt, einer Körperschaft des öffentlichen Rechts nach dem Wasser- und Bodenverbandsgesetz. Als erster Vorsitzender wurde der Schorndorfer Oberbürgermeister Winfried Kübler gewählt.

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