Gas-Notfallplan in Planung

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Im Feuerwehrgerätehaus Pfahlbronn wird mit Gas geheizt, daher prüft die Gemeinde, ob dieses und weitere Gebäude zukünftig über Ersatzgeräte mit Strom geheizt werden können. Foto: Tom
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Wie die Gemeinde Alfdorf auf einen Gasnotstand reagieren würde, berichtet die Verwaltung im Gemeinderat.

Alfdorf. Ist die Gemeinde Alfdorf darauf vorbereitet, sollte Gas künftig knapp werden, wollte Dr. Götz Freiherr vom Holtz in der jüngsten Gemeinderatssitzung von der Verwaltung wissen. Der Gasnotstand könnte aufgrund möglicher Entwicklungen des Krieges in der Ukraine eintreten, landesweit bereiten sich Kommunen auf den Ernstfall vor.

Mit Gas heize die Gemeinde in vier Gebäuden, informierte Bürgermeister Ronald Krötz: im Flüchtlingsheim, im Kindergarten Vordersteinenberg, im Feuerwehrgerätehaus Pfahlbronn und im Bauhof. „Momentan überprüfen wir, ob wir diese Gebäude über Ersatzgeräte mit Strom heizen könnten.“ Im äußersten Fall müsse man die Kinder aus der Einrichtung in Vordersteinenberg woanders unterbringen, beispielsweise im Alten Rathaus in Alfdorf. „Und im Falle eines Stromausfalls?“, hakte vom Holtz nach. „Wir prüfen, ob bestimmte Gebäude bei Stromausfall über eine Notversorgung betrieben werden können, beispielsweise auch die Kläranlage“, antwortete der Bürgermeister. Er sprach von enormen Kosten, die auf die Gemeinde zukommen könnten.

Umrüstung ist ein Thema

Hans-Dieter Folter fragte nach den beiden Hackschnitzelanlagen, mit denen die Gemeinde die Grundschulen in Alfdorf und Pfahlbronn sowie das Sportzentrum in Alfdorf beheizt. Gewartet würden die Anlagen in den Sommerferien, antwortete Bauamtsleiter Wolfgang Fauth. In Pfahlbronn wurden erst einige Verschleißteile ersetzt. Und mit den Lieferanten sei man im Gespräch über genügendes und hochwertiges Material.

Langfristig sei die Umrüstung der öffentlichen Anlagen auf klimaneutrale Antriebe ein Thema, sagt Bürgermeister Krötz auf Nachfrage. „Doch wir haben aktuell viele offene Themen.“ Bis zum nächsten Winter sei da nichts zu wollen, und selbst wenn: „Handwerker und Geräte gibt es so schnell gar nicht.“ Sollte kein Gas mehr geliefert werden könne, würde die Bundesnetzagentur entscheiden, welche Gebäude weiter versorgt werden. „Ich bin froh, dass wir relativ wenige Gebäude noch mit Gas heizen.“ Der Kindergarten Vordersteinenberg müsste wie gesagt umziehen, das Gerätehaus in Pfahlbronn werde ohnehin umgebaut und das Flüchtlingswohnheim laut Energieversorger gleichwertig wie eine Wohnung behandelt. „Beim Bauhof müssen wir schauen, wie wir das hinbekommen.“ Der Schultes sei aber guter Dinge: „Ich hoffe, dass es nicht zum Schlimmsten kommt.“ ⋌Cornelia Villani

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