Gold sind sie wert, die Golders

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Feierlich setzte Dekanin Ursula Richter das Ehepaar Lukas und Ulrike Golder am Sonntag in den ständigen Pfarrdienst ein. Schuldekan Dr. Harry Jungbauer gratulierte.
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Festlich wurden Ulrike und Lukas Golder am Sonntag in Waldhausen in den ständigen Pfarrdienst eingesetzt. Es wurde sichtbar, wie gut das Ehepaar bereits im Ort verwurzelt ist.

Lorch-Waldhausen

Mit einem hübschen Vergleich drückten Ulrike und Lukas Golder aus, wie sie ihre Gemeinde in Waldhausen sehen: Wie ein großes, buntes, schönes Puzzle, „eine Gemeinschaft aus ganz vielen Menschen, die passt, wenn jedes Teil seinen Platz gefunden hat“. Dass beide nach dreieinhalb Jahren weiter hier wirken werden und zwar ab sofort im ständigen Pfarrdienst, wurde am Sonntagnachmittag in der Martin-Luther-Kirche anlässlich ihrer Investitur gefeiert.

Dekanin Ursula Richter eröffnete den Festgottesdienst vor vollbesetzten Kirchenbänken, nachdem der Posaunenchor unter Leitung von Peter Okker eine schöne Version von „I will follow him“ gespielt hatte. Gold seien sie wert, die Golders, die seit 2018 segensreich im unständigen Dienst in Waldhausen wirken würden, sagte die Dekanin. Damals hatte das Paar frisch nach seiner Ausbildung hier seine erste Pfarrstelle angetreten.

Richter betonte: „Sie haben ein offenes Herz für große und kleine Menschen.“ Golders würden Bewährtes pflegen, aber auch unkonventionelle Ideen einbringen, gerade während der Pandemie. Richter verwies auf den Status als Faire Kirchengemeinde, auf Weihnachtsgottesdienste mit Lastwagen oder Traktor und den Osterweg. Künftig werde Lukas Golder neben dem Ruppertshofer Pfarrer Stephan Schiek ihr Stellvertreter sein, kündigte die Dekanin an.

„In Gold zu rahmen“ sei das Miteinander in der Waldhäuser Kirchengemeinde. „Sie zeigen, wie Kirche präsent sein, den Menschen dienen und Freude machen kann“, lobte Richter. Die Welt sei ungewiss, nicht nur durch die Schrecknisse des Krieges in der Ukraine. „Ostern setzt die Kernenergie Hoffnung frei“, sagte die Dekanin und beschied den Golders, dass sie ein „österliches Amt“ aufnehmen.  

Auch Schuldekan Dr. Harry Jungbauer sprach von „schönen Aussichten“: „Weil Sie beide es verstehen, engagiert und methodisch vielfältig Bildung zu vermitteln.“ Er habe sich überzeugen können, dass Golders geschickt mit pädagogischen Herausforderungen umgehen und schnell eine Ebene mit Kinder und Jugendlichen finden würden.

Ulrike und Lukas Golder blickten anschließend mit Fotos auf die vergangenen Jahre zurück. Sie erwähnten die „sehr gute Zusammenarbeit“ mit dem Team ihrer Kita, die Aktionen für die Remstal-Gartenschau 2019 und seit Pandemiebeginn. „So ganz normale Zeiten haben wir nicht erlebt“, sagte Ulrike Golder. Beide bedankten sich bei allen Akteuren in der Gemeinde und im Ort, besonders beim Kirchengemeinderat. „Wir hoffen auf weitere schöne und normalere Zeiten.“

Danach verpflichtete Dekanin Richter die beiden auf ihr Amt. Mit dem Puzzle-Vergleich eröffnete Lukas Golder dann einen Ausblick, bei dem seine Frau betonte: „Jesus will Einheit und Zusammengehörigkeit.“ Das wünsche man sich auf für die Kirchengemeinde. Sinnbildlich könne jeder nach dem Gottesdienst auf große Puzzleteile ein Erlebnis notieren, das man mit der Gemeinde verbinde.

Fest integriert

In den Grußworten verglich Lorchs Bürgermeisterin Marita Funk Golders mit Verwaltern eines Weinguts und schenkte ihnen eine Rebschere: „Mögen Sie den Weinberg Waldhausen gut bestellen.“ Grundschulrektorin Stephanie Knödler überreichte eine Uhr und wünschte mit warmherzigen Worten viel schöne Zeit. Heiko Cammerer überbrachte Grüße der 18 Vereine aus Waldhausen, Weitmars und Rattenharz und beschied: „Ihr seid fest integriert.“ Kita-Leiterin Beate Glaser betonte, dass „auf die Golders immer Verlass ist“. Und Sylvia Thiel verlies die Stellungnahme der erkrankten Kirchengemeinderatsvorsitzenden Andrea Krämer: „Unsere Freude war groß, dass ihr ständig bleiben wollt.“

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