Investitur in Waldhausen

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Kurz vor ihrer Investitur ziehen Lukas und Ulrike Golder Bilanz: Das Pfarr-Ehepaar fühlt sich in Lorch-Waldhausen wohl.
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Kurz vor ihrer Einsetzung erzählen Ulrike und Lukas Golder von Plänen, Gemeinde und Elternzeit.

Lorch-Waldhausen. Am Sonntag werden Ulrike und Lukas Golder offiziell in das Amt der Pfarrerin und des Pfarrers eingesetzt. Mit der Investitur endet die Zeit als Pfarrer in Ausbildung für das Ehepaar, das sich die Pfarrstelle in Waldhausen teilt. Seit dreieinhalb Jahren leben sie mit ihren Kindern Luisa und Götz im Ort.

Wie blicken Sie auf die Zeit zurück?

Ulrike Golder: Wir fühlen uns hier auf jeden Fall sehr wohl. Es waren aber besondere Jahre, vor allem durch Corona.

Lukas Golder: Ja, volle Jahre irgendwie. 2019 war ja auch die Gartenschau, da lief schon viel Besonderes. Und seit der Pandemie sowieso. Jedes Jahr war vielseitig auf seine Art.

Echte Routine hat sich also noch nicht eingestellt?

Lukas Golder: Im Alltagsgeschäft schon. Aber dass wir Langerprobtes übernehmen konnten, das war nicht so. Was andererseits ja auch eine Chance für Neues ist.

Ulrike Golder: Wir nehmen alles, so wie es kommt, und bringen unsere Ideen ein.

Was zum Beispiel?

Ulrike Golder: Zum Beispiel den Osterweg. Den haben wir letztes Jahr erstmals gemacht und jetzt wieder. Mal sehen, ob er bleibt.

Lukas Golder: Oder den Seniorenausflug, der sonst dreimal im Jahr einen halben Tag lang war. Da gab es schon vor der Pandemie immer weniger Teilnehmer. Jetzt planen wir einen Ganztagesausflug ökumenisch für 2022.

Gibt es Ideen, die Sie noch nicht umsetzen konnten?

Lukas Golder: Ja, wir dachten mal an ein Vesper für Berufstätige. Also ein Treffen abends, vielleicht mit der Zielgruppe Männer. Eine Art Bibelkreis wäre auch schön. Das hat die Pandemie bisher alles nicht zugelassen.

Ulrike Golder: Toll war, dass wir die Kinderkirche wiederbeleben konnten. Bis zu 12 Kinder sind mittlerweile dabei. Das hängt aber auch stark an den Mitarbeitern.

Wie ist die Waldhäuser Gemeinde da aufgestellt?

Lukas Golder: Der Kirchengemeinderat ist top, die Leute sind Macher und voll dabei. Darüber hinaus gibt es nur einen kleinen Kreis an Personen, die mithelfen. Zum Beispiel die Trainees. Die Jugendlichen sind eine echte Bereicherung.

Ulrike Golder: Für Veranstaltungen, wo es mehr Mitarbeiter braucht, müssen wir den Kreis erweitern, und das ist auch gut so.

Lukas Golder: Kooperationen mit Vereinen, wie mit dem Albverein oder dem Handharmonika-Club, spielen uns da gut in die Karten und machen Spaß.

Fühlen Sie sich von den Waldhäusern gut aufgenommen?

Lukas Golder: Ja, sehr. Ich glaube auch, dass wir beide wahrgenommen werden als Kirchenvertreter hier im Ort. Besuchen wir Menschen zu Hause, kennen sie uns meistens schon.

Ulrike Golder: Als Eltern mit kleinen Kindern haben wir auch noch einmal einen anderen Zugang. Zum Beispiel durch die Krabbelgruppe, das Kinderturnen oder den Musikunterricht.

Lukas Golder: Oder durch die Arbeit in unserem Kindergarten oder der Grundschule. Da haben wir schon direkten Kontakt mit den Familien hier.

Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus. Wie ist das hier?

Lukas Golder: Beschönigen muss man nichts, das trifft uns auch. Aber nicht so stark wie die Gemeinden in den größeren Städten. Wir hatten aber zum Beispiel kürzlich erst vier Eintritte, das hat uns gefreut.

Demnächst steht eine Veränderung ins Haus, richtig?

Ulrike Golder: Ja, ich bin ab den Pfingstferien in Mutterschutz, unser drittes Kind kommt im Sommer zur Welt. Dann mache ich wieder ein halbes Jahr Elternzeit.

Lukas Golder: Solange übernehme ich die Pfarrstelle komplett. Nach dem halben Jahr tauschen wir, dann gehe ich in Elternzeit.

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