Irenenweg-Wanderweg verbindet

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Irenen- Wanderweg verbindet Stauferkommunen. Von links: Stauferin Karl-Heinz Fuchs, Bürgermeister Karl Vesenmaier, Landrat Edgar Wolff, Isabell Noether, Ulrich Rund, Landrat Dr. Joachim Bläse, Jutta Rund, Harald Immig, Hans-Jürgen Digel.

Irenen-Wanderweg verbindet Stauferkommunen. Offizielle Einweihung am Wäscherschloss am internationalen Tag der Familie.

Wäschenbeuren.

Am Wäscherschloss wurde am Sonntag der „Irenen–Wanderweg“ seiner Bestimmung übergeben, der über Kreisgrenzen hinweg die Orte der Staufergeschichte verbindet.

Die Albvereinsgruppen Hohenstaufen, Wäschenbeuren und Lorch wanderten vom Hohenstaufen und Kloster Lorch zum Wäscherschloss, wie vor ca. 800 Jahren der Trauerzug der toten Königin Irene. Am Wäscherschloss angekommen begann eine kleine Feier zur Einweihung. Zur Einstimmung sang Liedermacher Harald Immig sein Lied „Federico secondo“ indem er die Eigenschaften und das Wirken des berühmten Rotbart-Enkelkinds in Deutschland und Italien würdigte.

Karl Heinz Fuchs vom Göppinger Freundeskreis „Maria von Byzanz“ begrüßte atemlos vom Wandern die Besucher und freute sich, dass ein Traum in Erfüllung gegangen und dieser Weg nun eröffnet sei. Er dankte allen, die zur Realisierung mitgewirkt haben, besonders den Landräten Dr. Joachim Bläse und Edgar Wolff für die Schirmherrschaft dieses Gedächtnisweges, der über Landkreise hinweg führt. Nach den Freilicht–Aufführungen des Theaterstückes „Königin Irene von Byzanz“ durch den „Runden Kultur-Tisch Lorch“ wurde in Göppingen vor 10 Jahren die Idee geboren Irenen –Ritter zu ehren. Einige dieser Geehrten waren auch anwesend. Karl-Heinz Fuchs dankte Hans-Jürgen Digel vom SAV Wäschenbeuren für die Beschilderung, Isabell Noether von der Albtrauf –Erlebnisregion für das Logo und Ulrich Rund vom „Runden Kultur-Tisch Lorch“ für seine Unterstützung. Dann gab er einen Einblickins Leben von Stauferkönigin Irene.

Der Göppinger Landrat Edgar Wolff betonte, am internationalen Tag der Familie sei hier im Wäscherschloss die wichtige Begegnung der Vergangenheit mit der Gegenwart möglich. Dazu noch der Blick auf die herrliche Landschaft mit vielen Ausflugsmöglichkeiten und schönen Wanderwegen. Die vorhandenen „Löwenpfade“ ziert ein Löwe aus dem staufischen und Baden-Württembergischen Wappen. Jetzt käme noch der Irenenweg dazu. Er sei von großer historischer Bedeutung, jeder könne den Trauerzug Irenes vom Hohenstaufen ins Lorcher Kloster nachvollziehen.

Landrat Dr. Joachim Bläse, der auch die Grüße von Lorchs Bürgermeisterin Marita Funk überbrachte, dankte allen Mitwirkenden, die den Irenenweg realisiert haben. Durch Kulturorte werde Geschichte gut verstanden und das Thema Staufer immer aktuell bleiben, betonte er. Es sei wichtig, die geschichtlichen Wurzeln bewusst zu machen“ erklärte Bürgermeister Karl Vesenmaier, der an die tragische Geschichte der „Königin der Herzen“ - eine mittelalterliche Beschreibung - erinnerte.

Ulrich Rund vom „Runden Kultur-Tisch Lorch“ streute einen kleinen Gedankenblitz einer Belebung der „Klepperlesbahn“ als Irenenbahn ins Publikum. Er schlug vor, am Todestag Irenes am 27. August im nächsten Jahr einen „Irenen-Gedächtnis-Wandertag als erlebbare Heimatgeschichte für Familien“ zu organisieren.

Jeder Grußredner erhielt abschließend von Jutta Rund ihr Geschichtsbuch für Kinder „Stauferkönigin Irene aus Byzanz“ überreicht.

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