Italienisches Spektakel - und Lorch mittendrin

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Städtepartnerschaft Oria-Lorch
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Mitte August reiste eine 34-köpfige Delegation aus Lorch ins italienische Oria. Gefeiert wurde das 50-Jahr-Jubiläum der Städtepartnerschaft. Aber auch das jährliche Festwochenende, der „torneo di rioni“.

Städtepartnerschaft Lorch-Oria

Die Lorcher Nordmannstanne wächst und gedeiht in Oria.
Die Lorcher Nordmannstanne wächst und gedeiht in Oria. © cop
Beim offiziellen Festakt anlässlich 50 Jahre Städtepartnerschaft erneuerten die beiden Bürgermeisterinnen Marita Funk (5.v.r.) und Maria Lucia Carone (5.v.l.) die Freundschaft zwischen Oria und Lorch.
Beim offiziellen Festakt anlässlich 50 Jahre Städtepartnerschaft erneuerten die beiden Bürgermeisterinnen Marita Funk (5.v.r.) und Maria Lucia Carone (5.v.l.) die Freundschaft zwischen Oria und Lorch. © cop
Beim Umzug während des Festwochenendes liefen Hunderte Oritaner und auch einige Lorcher mit - mit dabei sind Fahnenträger, Ritter, Bauchtänzerinnen und Edelleute.
Beim Umzug während des Festwochenendes liefen Hunderte Oritaner und auch einige Lorcher mit - mit dabei sind Fahnenträger, Ritter, Bauchtänzerinnen und Edelleute. © cop
Städtepartnerschaft Oria-Lorch
Städtepartnerschaft Oria-Lorch © Cornelia Villani
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Beteiligten sich als Gewandete an den Festlichkeiten (v.l.): Heidi Kutschera, Erich Knödler, Jakob Löffler, Marita Funk, Emilia Fritz, Mario Capezzuto, Ana Fritz und Thorsten Fritz.
Beteiligten sich als Gewandete an den Festlichkeiten (v.l.): Heidi Kutschera, Erich Knödler, Jakob Löffler, Marita Funk, Emilia Fritz, Mario Capezzuto, Ana Fritz und Thorsten Fritz. © cop
Städtepartnerschaft Oria-Lorch
Städtepartnerschaft Oria-Lorch © Cornelia Villani
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Städtepartnerschaft Oria-Lorch © cop
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Städtepartnerschaft Oria-Lorch © Cornelia Villani
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Städtepartnerschaft Oria-Lorch © Cornelia Villani
Auf dem Siegerbanner festgehalten: das Städtejubiläum.
Auf dem Siegerbanner festgehalten: das Städtejubiläum. © cop

Oria

Leichtfüßig springt der junge Mann durch ein großes Fass, dreht sich um und setzt zum Endspurt an. Vier Schritte hinter ihm rennt sein Verfolger. Der Führende scheint den Sieg in der Tasche zu haben. Doch plötzlich zieht sein Verfolger an, überholt und reißt im Ziel die Arme hoch. Die Zuschauer toben, besonders diejenigen in gelb-schwarzen Farben. Der finale Lauf beim jährlichen Stadtviertel-Wettkampf im italienischen Oria krönte ein faszinierendes Wochenende. 34 Lorcherinnen und Lorcher erlebten alles hautnah mit. Die Delegation war zur Feier des 50-Jahr-Jubiläums der Partnerschaft mit Oria Mitte August nach Apulien gereist.

Angeführt von Bürgermeisterin Marita Funk waren aus dem Gemeinderat Mario Capezzuto, Erich Knödler, Heidi Kutschera, Thorsten Fritz, Manfred Schramm und Frieder Wahl dabei, samt Partnerinnen und Partner. Außerdem hatten Bürgerinnen und Bürger die Chance genutzt, die die Stadt jedem auf eigene Kosten geboten hatte.

Dass die Lorcher am Wochenende des „torneo di rioni“, also zum Wettkampf der Stadtteile nach Oria gekommen waren, mache ihn sehr stolz, sagte Francesco Biasi am Sonntagvormittag strahlend. Der Vorsitzende des Vereins Pro Loco sprach ein Grußwort beim Festakt, zu dem Orias Bürgermeisterin Maria Lucia Carone ins Rathaus eingeladen hatte. Bischof, Landrat, Stadträtinnen, Stadträte und Vertreter des Militärs waren zugegen, insgesamt gut 120 Menschen.

Mario Capezzuto übersetzte alle Reden ins Deutsche oder Italienische. Der Lorcher Stadtrat hatte großen Anteil an der Organisation des Besuchs, wie auch schon bei der Reise der Oritaner nach Lorch Ende Juni zum Löwenmarkt. Einen Film eben über das Lorcher Festwochenende hatte Bürgermeisterin Funk als Geschenk im Gepäck.

Ihre Kollegin Carone betonte in ihrer Rede, dass Lorch und Oria 1972 Partner wurden, als nur wenige Staaten sich zum geeinten Europa bekannt hatten. Ebenfalls sehr bedeutsam für Oria: „Die Verbindung im Geiste Friedrich II.“ Die italienische Stadt ist sehr stolz darauf, dass der Stauferkaiser vor gut 800 Jahren auch in Oria weilte.

Ursprünglich hätten die Feierlichkeiten zu seinen Ehren am Samstagabend mit einem Umzug samt historischem Spiel beginnen sollen. Doch starker Regen verhinderte das. Der Umzug wurde auf Sonntag verschoben, die Wettkämpfe auf Montag.

Mario Capezzuto nahm zum zwölften Mal am Geschehen teil. Er stellte die größte Rolle nach Friedrich II. dar, den Cavaliere der Capodama, Anführer des kaiserlichen Hofstaats. „Eine große Ehre“, sagte er stolz. Im Hofstaat liefen auch Bürgermeisterin Funk und ihr Mann Jakob Löffler, Heidi Kutschera und Erich Knödler, Thorsten Fritz, seine Frau Ana sowie ihre Tochter Emilia in Gewändern mit.

Prunkvoll geschmückt

Am Sonntagabend säumten Tausende die Straßen und klatschten für Edelleute, Ritter, Fahnenschwinger, Bauchtänzerinnen und Gaukler. Danach stand auf dem Piazza Lorch ein Spektakel bevor. Der große Platz samt Bühne war prunkvoll geschmückt worden. Unter mitreißender Musik stellten die Umzugsteilnehmer den Einzug Friedrichs II. nach, der damals in Oria seine zweite Ehefrau, Isabella von Jerusalem, in Empfang nahm. Mit dabei, und seit Stunden im warmen Gewand, alle Lorcher Teilnehmer. Die übrigen saßen im Publikum, sichtlich staunend.

Geradezu mitreißend wurde es dann am folgenden Abend bei den Wettkämpfen. Auch hier zogen die Gewandeten mit viel Pracht in die große Arena ein. Danach schickten die Stadtteile Lama, Castello, Judea und Santo Basilio zunächst je zwei Reiter in die große Arena. Deren Wettreiten und Kämpfe rissen viele von den Sitzen. Die Spannung war auf ihrem Höhepunkt, als die Athleten aller Stadtteile gegeneinander antraten. Sprinten, Klettern, und durch Fässer springen – auch die Lorcher klatschten begeistert. Im Finale triumphierte Santo Basilio in gegen Judea. Was die Anhänger bis weit in die Nacht feierten.

Marita Funk zeigte sich stolz, bei den Feierlichkeiten gewandet dabei gewesen zu sein. „Es gibt viele, die sich darauf bewerben, mitlaufen zu dürfen.“ Besonders beeindruckend sei die Stimmung während des Einlaufens in die Arena gewesen. Mit dem Verein Pro Loco habe sie eine formlose Vereinbarung getroffen: „Eine Art Freundschaftsabkommen, dass wir zum Wohlen des torneo zusammenarbeiten.“ Und überhaupt: „Ich war gerührt, wie herzlich und offen wir empfangen wurden.“

Ein wunderbares Miteinander

Die Gastfreundschaft berührte auch Ana Fritz. Sie wohnte mit Mann und Tochter sogar bei Bürgermeisterin Carone. „Der Spaß und das Miteinander in der Gruppe war wunderbar“, erzählte sie. Als Rektorin der Stauferschule wolle sie gerne eine Partnerschaft mit einer Schule aus Oria eingehen. „Das ist auch ein wichtiges Anliegen der oritanischen Bürgermeisterin.“

Ihr Mann Thorsten Fritz erzählte von Begeisterung und Freude und meinte, dass die Teilnahme ein unbeschreibliches Erlebnis war: „Das den Sinn und den Gedanken der Städtepartnerschaft unterstreicht.“ Tochter Emilia habe neue Freunde kennengelernt und möchte in Zukunft öfters nach Oria: „Auch, da meine Generation die Zukunft der Partnerschaft ist.“

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