Kindergarten auf der grünen Wiese geplant

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Gelände Waldkindergarten Lorch
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30 Plätze fehlen bald in Lorchs Einrichtungen. Außerdem steht die Ganztagsbetreuung in Frage.

Lorch. Die Kitas und Kindergärten in Lorch reichen erneut nicht aus. Die Bedarfsplanung, die dem Gemeinderat in der Sitzung am Donnerstag vorgestellt wird, zeigt, dass ab Januar 2023 30 Plätze für Kinder ab zwei Jahren fehlen. Deshalb schlägt die Verwaltung die Einrichtung eines zweigruppigen Naturkindergartens vor, worüber der Rat abstimmen wird.

515 Kindergartenplätze gibt es in Lorch, für Kinder zwischen einem und sechs Jahren. Belegt seien davon zum Stichtag Ende Juli 509. Die Stadt wagt eine Prognose, wie viele Plätze ab September gebraucht werden. Grundlage dabei ist die Geburtenzahl, aber auch andere Faktoren wie die Bewohner von Neubaugebieten. Die Verwaltung geht davon aus, dass spätestens ab Januar 2023 zwei weitere Betreuungsgruppen für Kinder ab zwei Jahren nötig sind. Weil auch immer mehr Eltern nach einem Naturkindergarten fragen würden, soll das die Lösung sein: zwei Waldkindergartenwägen auf dem Schäfersfeld zwischen der Gaststätte Echo und dem Sportplatz. So könnten zwei Gruppen à 15 Plätze unter Trägerschaft der Stadt geboten werden, sagt Bürgermeisterin Marita Funk. 276 000 Euro würden die Wägen kostet. Sollte der Rat in der Sitzung zustimmen, könnten sie Anfang 2023 geliefert werden. Bis dahin suche die Stadt dann auch Personal. Erst wenn Lieferung und Fachkräfte gewährleistet sind, sei eine klare Aussage möglich, wann die 30 Plätze zur Verfügung stehen.

Änderungen gibt es ab September im Kindergarten Mörike, dessen Gruppen nach Betreuungszeiten neu zusammengesetzt werden. Im Kinderhaus Naturino bleibt dagegen alles wie es ist, anders als angekündigt. Hier hätten statt den Ganztagsangeboten Kinder ab zwei Jahren aufgenommen werden sollen. „Wir sind mit einem Architekten durchs Gebäude gegangen und haben erfahren, wie groß und teuer der nötige Umbau wäre“, sagt Funk. Dieser Plan wird also doch nicht umgesetzt.

Die Bedarfsplanung legt übrigens auch dar, dass gerade in den Ganztageseinrichtungen nicht genügend Personal vorhanden ist. 43 Kinder werden aktuell ganztags bereut, aufgeteilt auf die Einrichtungen Mörike und Weitmars der evangelischen Kirchengemeinde. Sollte die Bemühungen des Trägers um weitere Fachkräfte nicht erfolgreich sein, müsse die Betreuungszeit eingeschränkt werden, warnt die Stadtverwaltung. „Es finden aber gerade Bewerbungsgespräche statt“, weiß die Bürgermeisterin. Wegen des Personalmangels habe die Kirchengemeinde vorgeschlagen, das Ganztagsangebot in Weitmars einzustellen. „Auch wegen der geringen Zahl der Kinder“, sagt Funk, laut Plan sind es fünf. Doch die Einrichtung in Weitmars habe die entsprechende Betriebserlaubnis: „Wir möchten die Kapazität behalten, wer weiß, was kommt.“

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