Kindergarten nimmt Form an

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So soll die neue Kindertagesstätte in Waldhausen aussehen. Diese und weitere Visualisierungen konnten sich interessierte Bürger im Rathaus anschauen. Dort hatte die Stadtverwaltung Informationen zum geplanten Bauvorhaben öffentlich ausgelegt. Foto: Tom
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Die Stadt Lorch hat festgeklopft, wie der neue Kindergarten im Teilort Waldhausen aussehen soll. Stuttgarter Architektenteam beauftragt.

Lorch.

Einstimmig hat das Lorcher Gremium entschieden, wie der neue Kindergarten im Teilort Waldhausen aussehen soll. Das Büro Schlude Ströhle Richter Architekten und das Büro Jedamzik und Partner Landschaftsarchitekten, beide aus Stuttgart, haben den besten Entwurf eingereicht, hatte Dr. Tilman Sperle zuvor dargelegt.

Sperle stammt von der STEG Stadtentwicklung GmbH und war von der Stadt mit dem Auswahlverfahren beauftragt worden. Mehrere Architekten hatten sich um die Teilnahme beworben, erzählte er. „Drei haben wir ausgewählt und sie um Ausarbeitungen gebeten.“ Deren Entwürfe und Modelle seien dann von Fachleuten anonym bewertet worden. „Die Kommission war sich sehr eindeutig einig, dass der genannte Entwurf klar vorne liegt.“

Mit der Empfehlung ging Sperle in Gespräche mit der Stadt, bei der auch Leiterin und Erzieherinnen des aktuell auf der Fläche positionierten Container-Kindergartens dabei gewesen seien. Auch diese hätten die Reihenfolge bestätigt.

„Der Entwurf ist der einzige, dem es gelungen ist, um die bestehende Anlage herumzubauen“, hob Sperle hervor. Also um das Container-Provisorium: „Dadurch könnten wir erst bauen und dann abbauen.“

Das angedachte Gebäude liegt nahe des katholischen Kindergartens, sein Haupteingang würde sich am Weg befinden, der zur Grundschule führt. Der Gartenbereich solle im westlichen Bereich der Wiese sein. Zu diesem hätten alle drei Gruppenräume einen eigenen Zugang. Jeder Gruppenraum habe einen Nebenraum. Außerdem ist am Ende eines Flurs ein Schlafraum eingeplant, um sich die Möglichkeit offenzuhalten, hier Ganztagsbetreuung anzubieten.

Bürgerzentrum ist perspektivisch eingeplant

Ein weiterer Pluspunkt betrifft das Bürgerzentrum, das die Architekten perspektivisch eingeplant haben, sagte Tilman Sperle. Perspektivisch, weil erst einmal nur der Kindergarten verwirklicht werden soll. Das Bürgerzentrum liegt als Möglichkeit in der Zukunft. „Der Plan sieht einen gemeinsamen Vorplatz zwischen Bürgerzentrum und Remstalhalle vor“, lobte Sperle.

Nachgearbeitet werden müsse, dass die Sanitärräume nicht nah genug an den Gruppenräumen liegen. Außerdem solle eine Küche eingebaut werden. Beides sei möglich, „der Entwurf weist eine hohe Flexibilität auf“.

Thomas Vetter (CDU) brachte Heiz- und Kühlmöglichkeiten über Erdbohrungen ins Spiel, was laut Bürgermeisterin Marita Funk an die Architekten weitergegeben werde. „Heute entscheiden wir im Grundsatz, über die Details werden wir noch öfters feilschen“, betonte sie.

2,5 Millionen Euro

Mit dem Beschluss des Rats werden die Architekten endgültig mit der Planung des Neubaus beauftragt. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf 2,5 Millionen Euro geschätzt, ging später aus dem Tagesordnungspunkt über die Aufnahme Waldhausens ins Landessanierungsprogramm hervor.

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