Kraut geht's an den Kragen

+
Das giftige Jakobskreuzkraut tritt in den vergangenen Jahren verstärkt im Rems-Murr-Kreis auf – hauptsächlich entlang der Straßen. Foto: privat

Rems-Murr-Kreis geht gegen das Jakobskreuzkraut vor. Die giftige Pflanze hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt im Kreisgebiet ausgebreitet.

Waiblingen

Wer hat sie nicht schon gesehen, die gelb blühenden Pflanzen an den Straßenrändern? Was beim Vorbeifahren hübsch aussieht, ist allerdings giftig: das Jakobskreuzkraut. Die heimische Pflanze tritt in den vergangenen Jahren verstärkt im Rems-Murr-Kreis hauptsächlich entlang der Straßen auf. „Alle Pflanzenteile sind im frischen und konservierten Zustand vor allem für Pferde und Kühe sehr giftig“, teilt die Kreisverwaltung mit. Da das Jakobskreuzkraut unzählige Samen hervorbringe, könne es sich leicht und schnell verbreiten. Auch landwirtschaftliche Futterflächen seien davon betroffen.

Um das Problem einzudämmen, haben sich die Experten für Straßenbau, Landwirtschaft und Naturschutz im Landratsamt zusammengesetzt und gemeinsam ein Konzept erarbeitet. Alle drei Ämter sind sich einig, dass das Jakobskreuzkraut in seiner Verbreitung eingedämmt werden müsse. Dazu muss die Samenbildung und –verbreitung verhindert werden. Der Straßenbetriebsdienst passt daher ab sofort sein Mähkonzept an. Konkret bedeutet das: Lange Abschnitte mit Jakobskreuzkraut werden mit einem speziellen Grünpflegemähkopf gemulcht und abgesaugt. Dieser nimmt das Schnittgut besonders insektenfreundlich auf und verhindert das Aussamen von Pflanzen. An hoch konzentrierten Stellen werden die Pflanzen händisch samt Wurzel entfernt und fachgerecht entsorgt.

Zurück zur Übersicht: Lorch

Kommentare