Mehrheit für eine Übergangslösung für Kronenplatz

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Alfdorf. Vor fünf Jahren beschloss der damalige Gemeinderat ein Konzept für den Kronenplatz - mit Spielfläche und Sitzgelegenheiten sowie diversen Mauern als Abgrenzung. Bis heute ist das unter anderem wegen Haftungsfragen und Grundstücksangelegenheiten nicht umgesetzt. Bürgermeister Ronald Krötz wartete am Montag nun mit einem Vorschlag auf, wie man diese Fläche als Übergangslösung für die anstehende Sanierung der Ortsdurchfahrt in diesem Bereich nutzen könnte.

Er schlug eine Schotterfläche vor, als Platz zum Parken.

Denn Parkplätze werden bei den Straßensanierungsarbeiten Höhe Schützenstraße und Ortsdurchfahrt für die Kunden von Bäckerei und Metzgerei vorübergehend knapp, argumentierte Krötz für diese Übergangslösung und schlug den Gemeinderäten zudem vor, sich erneut in einer Klausur Gedanken zu machen, wie der Kronenplatz künftig aussehen könnte. Denn aus seiner Sicht ist es aufgrund der Kurvensituation kritisch, dort einen Spielplatz anzulegen. „Lassen sie uns Gedanken sammeln“, appellierte Krötz.

Horst Metzger sah in einem übergangsweise geschotterten Parkplatz „nicht den richtigen Weg“. Es liege ein Plan für die Gestaltung vor, sagte er und gab zu bedenken, dass „nichts so lange hält wie ein Provisorium“. Er war „strikt dagegen“.

Hans-Dieter Folter dagegen fand die vorgeschlagene Übergangslösung zwecks der Straßensanierung begrüßenswert. Bat jedoch darum, dort eine „zielführende Parkierung“, eventuell durch eine Einbahnregelung auf der Schotterfläche, anzulegen. „Sonst wird kreuz und quer geparkt“. „Salomonisch“ die „Kuh vom Eis bringen“ wollte Dr. Wolfgang Hipp. Er schlug vor, bereits jetzt an Grundlagen für die spätere Platzgestaltung bei der Einschotterung zu denken. Also infrastrukturelle Maßnahmen wie Stromleitungen oder Ähnliches gleich unter dem Schotter zu verlegen. Doch Klaus Heck bemerkte: „Es ist nicht so schwierig, später den Schotter wieder rauszunehmen.“ Folter argumentierte gegen Installationen im Vorfeld: „Nicht aufs Blaue was verlegen.“

Horst Metzger ärgerte sich und forderte, den Kronenplatz gleich während des Straßenbaus mit „durchzuziehen“. Obwohl der Bürgermeister daran erinnert hatte, dass die fünf Jahre alte Planung für den Platz durch schwierige Grundstücksverhältnisse und Haftungsfragen nicht „ausgegoren ist“. Metzger, wollte, dass an dem alten Konzept festgehalten wird. Doch Folter gab Krötz recht. „Es ist nur legitim, mit dem neuen Gremium neu zu gewichten.“ Es könne nicht sein, dass ein neues Gremium „immer anstandslos alles mitträgt“, was ein Altes beschlossen hat. Zumal es sehr viele neue Gemeinderäte gebe. Folter bat hier „um Fairness.“

Klaus Hinderer und Eva Gölz wollten die nächste Klausurtagung abwarten. Norbert Wiedmann forderte schließlich die Abstimmung. Die ergab, dass elf Gemeinderäte für die geschotterte Übergangslösung sind, drei dagegen. „Alles ist besser als der Ist-Zustand, mit wildem Parken und hochstehenden Schächten“, sagte Krötz. Anja Jantschik

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