Plüderhäuser See: Mit Erfahrung Abstand schätzen

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Seewart Martin Dannenhauer hat am Plüderhäuser See ein Auge darauf, dass sich nicht zu viele Menschen auf dem beliebten Naherholungsgelände tummeln. Im Zweifelsfall werden Parkplatz und Hauptzugang gesperrt.
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Der Plüderhäuser See ist dieser Tage für viele ein beliebtes Ausflugsziel. Wie die Gemeinde kontrolliert, dass an warmen Tagen dort nicht zu viele Menschen zusammenkommen.

Plüderhausen. Schon auf der Wiese neben dem Hauptzugang zum See liegen Menschen genüsslich in der Sonne. Immer wieder springen die Paare, Familien und Gruppen junger Leute auf und laufen ins Wasser. Der Plüderhäuser See bietet dieser Tage vielen Menschen die ersehnte Abkühlung. Der Parkplatz gegenüber des Hauptzugangs ist vielgenutzt. Immer wieder flattert aber an der Einfahrt auch ein rotweißes Plastikband. Dann hat Seewart Martin Dannenhauer den Parkplatz gesperrt. „Weil er den Eindruck hat, dass zu viele Erholungssuchende den See und die Freizeitflächen am See aufsuchen wollen“, erklärt Ludwig Kern. Der Bauamtsleiter der Gemeinde Plüderhausen ist für die Belange des Sees zuständig. Er beschreibt, wie dort geregelt ist, damit nicht zu viele Menschen zu nah zusammenkommen.

„Anders als bei Schwimmbädern oder Seen mit festem Einlassbereich werden die Besucher am Plüderhäuser See nicht erfasst oder gezählt.“ Stattdessen kümmere sich der Ordnungsdienst der Gemeinde darum, dass die geltenden Corona-Regeln auf den Wiesen rund um den See eingehalten werden. „Ob die Abstände zwischen Haushalten eingehalten werden, kann dabei nur nach der allgemeinen Lebenserfahrung bewertet werden“, sagt Kern. Seewart Dannenhauer, der das ganze Jahr über täglich am Gewässer angetroffen werden kann, werde dabei bei Bedarf von Vollzugsbediensteter Heike Adam unterstützt. „Zusätzlich hatten wir im vergangenen Jahr an wenigen Tagen ehrenamtliche Unterstützung.“

Sehen die Ordnungshüter zu viele Menschen, werde als erstes die Zufahrt zum Parkplatz gesperrt. „Dann werden die Erholungssuchenden am Zugang aufgefordert, erst in etwa drei bis vier Stunden wieder vorbeizuschauen“, sagt Ludwig Kern. So geschehen beispielsweise am vergangenen Sonntag zwischen 12.15 und 14.15 Uhr. Danach war der Zugang wieder geöffnet.

Da der See ein nicht eingezäuntes Stück Landschaft ist, wisse die Gemeinde natürlich, dass Badegäste auch auf anderen Wegen an den See gelangen können. „Wir machen am Hauptzugang früh genug zu, so dass auch die 100, die etwa über die Gemarkung Lorch rüberkommen, schon eingerechnet sind.“ Weil aber die meisten Menschen über den Hauptzugang ankommen, sei man auf der sicheren Seite, sobald dort reagiert wird.

Voller Parkplatz kaum möglich

Können Besucher sich im Vorfeld irgendwo schlau machen, wie die Lage aktuell ist? „Nein“, sagt Kern. Die Gemeinde hat zwar einen Internetauftritt, informiert dort aber nicht über die Entwicklung vor Ort. Auch der Blick auf den großen Parkplatz lässt keinen Aufschluss zu. So bedeuten freie Plätze nicht unbedingt freie Liegeflächen. „Einen vollen Parkplatz kann es unter Corona-Bedingungen kaum geben, zumal auch außerhalb des Parkplatzes geparkt wird.“ Es komme auch immer darauf an, ob Familien oder eher Einzelpersonen kommen und darauf, ob viele Personen ihr Auto außerhalb des Parkplatzes abstellen. „Die Anzahl der Autos auf dem Parkplatz muss daher nicht zwingend die Anzahl an Personen auf dem Erholungsgelände widerspiegeln.“

„Die Besucher am Plüderhäuser See werden nicht erfasst.“

Ludwig Kern, Bauamtsleiter

Da das Parken auf dem Parkplatz und entlang des Plüderhäuser Sees kostenpflichtig ist, sind viele Autos auch auf Lorcher Gemarkung geparkt. Dort werden keine Gebühren erhoben.

Kern gibt zu bedenken: „Jeder, der seine Parkgebühren bezahlt, unterstützt den Aufwand, den die Gemeinde für den See betreibt“. Gras mähen, Gehölze zurückschneiden, Wege freischneiden oder kaputte Bänke austauschen seien das Eine. „Wir haben auch einen Toilettenwagen für Menschen mit Behinderung angeschafft und einen tollen Strandbereich für Kinder gebaut.“

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