Rems-Murr-Kreis richtet fünf Impfstützpunkte ein

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Der Rems-Murr-Kreis will fünf feste Impfstützpunkte einrichten.

Wo die Stützpunkte sind und wie viele zusätzliche Impfungen dort angeboten werden sollen.

Waiblingen. Angesichts der dringend benötigten Impfmöglichkeiten im Rems-Murr-Kreis weitet das Landratsamt die Kapazitäten aus. Neben den bisher geplanten Impfaktionen in den Kommunen soll es Stand jetzt fünf feste Impfstützpunkte im Landkreis geben, die gemeinsam mit dem Sozialministerium und den mobilen Impfteams (MIT) des Landes bespielt werden Zudem wird der Landkreis eigene MIT für zusätzliche Impfaktionen in die Kommunen schicken. Die Organisation geschieht in enger Abstimmung mit dem Sozialministerium und den Kreisärzteschaften. Denn wir wollen nicht am Bedarf vorbei aufbauen, heißt es aus dem Landratsamt.

Der erste der geplanten Impfstützpunkte steht bereits fest und ist bereits am vergangenen Montag in Schorndorf an den Start gegangen. Pro Woche können sich dort ab sofort mindestens 500 Menschen ihre Impfung abholen. Verimpft wird Biontech. Bis Weihnachten sind das rund 2500 zusätzliche Impfungen. Eine Terminvereinbarung ist notwendig: Derzeit geht dies über die E-Mail-Adresse info@oc-schorndorf.de – sobald der Landkreis eine eigene zentrale Software für die Impfterminvergabe etabliert hat, soll die Anmeldung darüber erfolgen.

Angebote werden „überrannt“

Der zweite Stützpunkt nach Schorndorf soll in Fellbach in der Alten Kelter eingerichtet werden. Dort wird so schnell als möglich die Infrastruktur aufgebaut und sobald die Teams aus Stuttgart kommen mit den Impfungen begonnen. Die weiteren festen Stützpunkte in Backnang, Murrhardt und Welzheim werden derzeit geplant und sollen baldmöglichst startklar sein, teilt die Kreisverwaltung mit.

Landrat Dr. Richard Sigel: „Angesicht der pandemischen Entwicklung müssen wir bei der Impfkampagne jetzt Tempo machen.“ Angesichts der Einschränkungen für Nicht-Geimpfte und der hohen Nachfrage an Booster-Impfungen sei der Druck in den Städten und Gemeinden derzeit enorm groß. Hausärzte arbeiteten am Anschlag und offene Impfangebote werden „teils überrannt“. Daher könne es nicht sein, so der Landrat, „dass wir den Impfstoff jetzt nicht unter die Menschen bringen“, so der Landrat. „Wir brauchen schnelle und pragmatische Lösungen.“ Solche wie die fünf Impfstützpunkte im Kreis. An weiteren Lösungen arbeiten die Kreisärzteschaften, die Rems-Murr-Kliniken sowie die Städte und Gemeinden im Landkreis gerade gemeinsam mit Hochdruck.

„Dass die Unterstützung durch die für uns zuständigen mobilen Impf-Teams aus Stuttgart gut klappt, ist sehr erfreulich und ich begrüße, dass das Sozialministerium Unterstützung für die kreiseigenen MIT und die Impfstützpunkte signalisiert. Es ist höchste Zeit, dass die Politik den Arztpraxen bei den Impfungen unter die Arme greift“, so der Landrat weiter. „Wir müssen jetzt Tempo machen beim Impfen, um die vierte Welle zu brechen“, sagt auch Dr. Jens Steinat, Pandemiebeauftragter der Kreisärzteschaften. „Das schaffen wir nur, wenn wir gemeinsam mit allen Beteiligten an einem Strang ziehen.“

Impfaktionen für Kinder

Auch Impfaktionen für Kinder und Jugendliche sind im Rems-Murr-Kreis bereits in Planung. Sobald die Impfempfehlung für Kinder ab fünf Jahren vorliegt, sollen auch Impfangebote für diese Altersgruppe verfügbar sein. „Wenn wir das Ziel der Landesregierung erreichen wollen, keine Schulen und Kitas zu schließen, müssen wir auch darauf vorbereitet sein, den Kindern ein Angebot zur Immunisierung zur Verfügung zu stellen“, so Landrat Dr. Sigel. Wichtig ist: Die Entscheidung für oder gegen eine Impfung liegt weiterhin bei den Familien. Für des Landrat ist es wichtig, denjenigen ein Angebot zu machen, die das möchten. So gibt es hierfür im Rems-Murr-Kliniken bereits eine Warteliste.

Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden hat der Landkreis das mobile Impfangebot im Rems-Murr-Kreis bereits sehr pragmatisch ausgebaut: Mehr als 50 Aktionen und rund 10 000 Impfungen werden auf diese Weise gemeinsam mit den mobilen Teams des Landes und den niedergelassenen Ärzten bis Weihnachten angeboten. Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.rems-murr-kreis.de

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