Schnelleres Netz in zwei Gewerbegebieten

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Breitband

Lorch hat Förderanträge für den Breitbandausbau bewilligt bekommen.

Lorch. Mit den Förderbescheiden ist der Weg frei, um für 16 Gebäude unterhalb von Weitmars sowie für 15 Gebäude in der Maierhofstraße den Ausbau von schnellerem Internet anzugehen. Die Stadt rechnet mit Kosten in Höhe von 30 000 Euro für die Talstraße und 50 000 Euro für die Maierhofstraße.

Dass das Gebiet Talstraße eine Förderung erhalte, damit habe man rechnen können, sagt Karlheinz Göck. Denn dort betrage die Datengeschwindigkeit unter 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), erklärt Lorchs stellvertretender Stadtbaumeister. Damit seien die Anforderungen für das Weiße-Flecken-Förderprogramm erfüllt gewesen. Dieses ziele speziell auf Bereiche, in denen das Internet langsamer als 30 Mbit/s sei. Mit einer Markterkundung lote man aus, ob sich ein Netzbetreiber findet, der die Situation verbessern möchte, sagt Göck. Falls nicht, baue die Stadt die Infrastruktur aus und erhalte dafür 90 Prozent der anfallenden Kosten. Dabei stammen 50 Prozent vom Bund und 40 Prozent vom Land.

In der Maierhofstraße dagegen würden die Firmen bereits über schnelleres Internet verfügen. Doch der Bedarf sei gestiegen, weswegen mehr Datenvolumen nötig sei. Göck erklärt, dass aufgrund des technischen Fortschrittes immer mehr digitale Anwendungen auf Produktionsmaschinen und Diagnosegeräten laufen. Zudem erfolge der Austausch von Daten zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber heute weitestgehend über das Breitbandnetz. „Auch ist hier sicher ganz aktuell der Punkt Homeoffice zu nennen, den der Gesetzgeber vorantreibt.“ Das „sehr komplexe“ Ausbauprogramm der Weißen Flecken sei Mitte 2018 aufgelegt worden. Seit 2019 seien alle Bereiche, in denen der Stadt von der Bevölkerung eine Unterversorgung gemeldet worden war, untersucht und - wo möglich - die Förderung beantragt worden. „Aus den beiden Gewerbegebieten waren keine Rückmeldungen eingegangen.“ Auf Grund der Markterkundung habe sich die Stadt dann an die Betriebe gewandt und aktiv nachgefragt. Daraufhin sei die Unterversorgung erkannt und umgehend gehandelt worden.

„Das Weiße-Flecken-Förderprogramm ist jetzt ausgelaufen“, erzählt Göck. Stattdessen wurde ein neues aufgelegt, über das der Stadt noch keine detaillierten Informationen vorliegen würden. Dieses sogenannte Graue-Flecken-Programm solle auch Gebiete berücksichtigen, deren Datengeschwindigkeit über 30 Mbit/s liegt. „Wo beispielsweise schon Kupferkabel der Telekom verbaut sind.“ Aber wo letztendlich noch schnellere Glasfasertechnik benötigt werde – bei deren Ausbau greife dann wohl die Förderung.

Auch für das Gewerbegebiet Breitwiesen/Ziegelwiese ist die Stadt tätig: Im November vergab der Gemeinderat den Auftrag für die Fachplanung, um diesen weißen Flecken auszubauen. cop

Foto: fotolia

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