Alles unter einen Hut gebracht: Lorcher Ärztin gewinnt Preis

  • Weitere
    schließen
+
V. l.: Edith Weymayr, Vorsitzende des Vorstands der L-Bank, Dr. Magdalena Hefele-Golubic mit ihrem Mann Alexander und ihrem Sohn und Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Preisverleihung.
  • schließen

Die Lorcher Ärztin Dr. Magdalena Hefele-Golubic hat beim Landespreis für junge Unternehmen den dritten Preis gewonnen.

Lorch

Magdalena Hefele-Golubic klang am Telefon noch ganz aufgeregt: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich tatsächlich einen Preis gewinne“, erklärte die Lorcher Allgemeinmedizinerin. Seit etwa einer Stunde stand da fest, dass sie beim Landespreis für junge Unternehmen den dritten Platz belegt hat. Bei einer „kleinen, aber feierlichen“ Preisverleihung am Donnerstagnachmittag in der L-Bank in Stuttgart war verkündet worden, wer von den zehn Teilnehmern der Endrunde unter den ersten drei ist. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Edith Weymayr, Vorsitzende des Vorstands der L-Bank, überreichten die Preise.

„Schon, dass wir unter den ersten Zehn waren, fand ich sehr ehrenwert“, sagt Hefele-Golubic. Nun fühle sie sich total überwältigt und dankbar. „Das ist eine riesige Wertschätzung für die Arbeit, die dahintersteckt.“ Und zwar hinter ihrer Praxis in der Lorcher Maierhofstraße. „Magdalena Hefele-Golubic verfolgt mit der Arztpraxis im GeLo eine klare Vision: Auch auf dem Land sollen die Menschen eine ärztliche Versorgung auf höchstem Niveau erhalten“, erklärte die L-Bank und lobte: „Neben der Übernahme einer Praxis initiierte sie den Aufbau eines Gesundheitszentrums.“

Warum sich die Ärztin gegen die anderen Unternehmen durchsetzte, mache die Bank nicht öffentlich, erklärt Sprecherin Christina Strecker: „Im Gegensatz zu anderen Wettbewerben verzichten wir auf eine Laudatio, mit der die Auswahl ausführlich begründet wird.“ Die Unternehmen würden anhand der Kriterien unternehmerische Leistung, wirtschaftlicher Erfolg, nachhaltiges Wirtschaften und soziales Engagement bewertet. Persönlichkeit, Vorbildfunktion und soziale Kompetenz der Unternehmensleitung würden in das Urteil eingehen.

Der Landespreis wurde 2020 zum dreizehnten Mal vergeben. Schirmherr des Wettbewerbs, der alle zwei Jahre von der Landesregierung und der L-Bank ausgeschrieben wird, ist Ministerpräsident Kretschmann. Der Preis ehrt Persönlichkeiten, die in den vergangenen zehn Jahren ihr Unternehmen gegründet oder übernommen, es wirtschaftlich erfolgreich entwickelt haben und sich auch darüber hinaus einsetzen. 619 Unternehmen hatten sich 2020 beworben, laut L-Bank ein Rekord. Wegen der Pandemie hatte sich die Preisverleihung bis jetzt verzögert.

Preisgeld fließt in die Praxis

Der mit 40 000 Euro dotierte erste Platz ging an die comemso GmbH aus Ostfildern, die Prüf- und Messsysteme für Elektromobilität herstellt. 30 000 Euro für den zweiten Platz gewann die SchoolCraft GmbH in St. Johann bei Reutlingen, die über eine selbst entwickelte Software interaktives Unterrichtsmaterial zur Verfügung stellt. Dr. Hefele-Golubic erhält als Drittplatzierte 20 000 Euro. „Das Geld wird wieder in die Praxis fließen“, sagt sie, wofür, wisse sie noch nicht. Ihr bedeute es viel, dass ihr bei der Verleihung bescheinigt worden sei, eine Vorbildfunktion für Jungmediziner zu erfüllen. „Ich möchte anderen Ärztinnen und Ärzten Mut machen, sich selbst zu verwirklichen.“ Für die 38-Jährige ist die Standortwahl für die Praxis eine Herausforderung gewesen. Aber auch der Anspruch, als Praxisbesitzerin, Mutter und Ehefrau alles unter einen Hut zu bekommen. Ihr Mann und ihr Sohn waren am Donnerstag bei der Preisverleihung dabei.

Zurück zur Übersicht: Stadt Lorch

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL