Am Lorcher Bahnhof gibt‘s bald Strom in den Tank

+
An den südlich der Gleise gelegenen Parkplatz am Lorcher Bahnhof werden 20 Ladestationen für E-Fahrzeuge gebaut.
  • schließen

 Das Lorcher Gremium beschäftigt sich mit E-Ladesäulen und mit dem neuen Baugebiet.


Lorch. An den südlich der Gleise gelegenen Parkplatz am Lorcher Bahnhof werden 20 Ladestationen für E-Fahrzeuge gebaut. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Dabei handle es sich um zwei Schnellladestationen und 18 Stationen, bei denen das Laden langsam dauert. Hier denke man an Menschen, die ihr Auto abstellen und nach acht Stunden mit dem Zug zu ihm zurückkehren, erklärte Bürgermeisterin Marita Funk. Die Kosten werden auf insgesamt 126 000 Euro geschätzt, gebaut werde noch dieses Jahr. Die Stadt habe sich um eine Förderung bemüht, die bis zu 80 Prozent der Kosten abdecken wird. Markus Block (Freie Wähler) regte zusätzliche Schnellladestationen in der Innenstadt an.

Das neue Baugebiet in Unterkirneck wurde genauer festgeklopft. Einstimmig verabschiedete der Rat den Bebauungsplan für die Osterwiesen II. Auf der bisherigen Ackerfläche, die rund 2,3 Hektar groß ist, sind 33 Bauplätze geplant. Dabei soll jedes Gebäude bis zu zwei Wohneinheiten enthalten dürfen. Jede Einheit ist zu zwei Stellplätzen verpflichtet. Die Stadt rechnet mit rund 104 neuen Einwohnern. 70 Anfragen nach Bauplätzen seien eingegangen, seitdem das geplante Baugebiet bekannt wurde, informierte die Verwaltung. Der Bedarf sei nach wie vor groß.

Ingenieur Thomas Straub stellte vor, welche Stellungnahmen auf den Planungsentwurf eingegangen sind. Und wie die Stadt darauf reagiert. Eine Privatperson habe sich gemeldet. Sie forderte, dass nur Satteldächer zulässig sein sollten. Weil in Kirneck nur Satteldächer existieren und das Einheitlichkeit und Zusammengehörigkeit ausstrahle. Die Stadt argumentierte für mehr Dachvarianten. Etwa, weil auf Flachdächern Anlagen zur Stromgewinnung installiert werden können. Der zweite Einwand zielte auf die geplante Lärmschutzwand, die zwischen Neubaugebiet und Bundesstraße errichtet werden soll. Oberkirneck und der Bereich Hohe Linde würden so mehr Lärm abbekommen. Es gebe reflektierende und absorbierende Lärmschutzwände, erwiderte die Verwaltung. Allerdings habe man ermittelt, dass eine absorbierende Wand Lärm nur geringfügig besser schlucken würde.

Dass die Lärmschutzwand nötig ist, bestätigte Straub. Trotz dieser werde man in oberen Gebäudegeschossen Lärm von der Straße hören können. Im Mai sei bei einer Verkehrsschau beschlossen worden, dass künftig im Kreuzungsbereich B 297 und Kaiserstraße Tempo 50 gelten soll, informierte die Rathauschefin. Auf der übrigen Strecke der Bundesstraße soll Tempo 70 beibehalten werden. Funk erzählte, dass sie vorgeschlagen habe, die Bushaltestelle von der Hohen Linde näher an die Kreuzung zu verlegen. Und dort noch eine Querungshilfe in die Mitte zu bauen. Die Haltestelle müsse ohnehin als barrierefrei umgebaut werden. „Dafür habe ich noch keine schriftliche Zusage, aber die Reaktionen waren sehr offen.“ Dadurch sei für die Kinder aus dem Unterkirneck ein sichererer Überweg zur Haltestelle gewährleistet. Thorsten Fritz (SPD) hatte deswegen nachgefragt. Markus Block kritisierte den lediglich mit zwei Meter Breite geplanten Geh- und Radweg am Gebiet. Dietmar Hermann und Thomas Vetter (CDU) machten sich dafür stark, dass die Stadt geologisch untersuche, ob Stromgewinnung über Erdbohrung möglich sei. Und Manfred Schramm (SPD) wollte den Passus gestrichen haben, nach dem keine Solaranlagen an Fassaden erlaubt seien. 

Zurück zur Übersicht: Stadt Lorch

Kommentare