Ampel statt Unterführung?

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Würde man die Wilhelmstraße auf Höhe der Einmündung zur Ofengasse an einer Ampel überqueren können, könne die Stadt die Unterführung stilllegen, heißt es im Gemeinderatsprotokoll. Die Stadt soll nun ein Gesamtkonzept erarbeiten. Foto: HOJ
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Verkehrsschau in Lorch zieht Fußgängerampel auf der Wilhelmstraße in Betracht. Was die Experten außerdem im Stadtgebiet empfehlen.

Lorch

Zu steile Treppen, zu dunkel, nicht barrierefrei: Die Unterführungen in der Lorcher Kernstadt stehen seit Jahren in der Kritik. Maßnahmen gab es bislang keine. Das könnte sich ändern. Bürgermeisterin Marita Funk berichtete in der Sitzung des Gemeinderats, dass die Experten bei der Verkehrsschau im Mai eine Fußgängerampel an der Wilhelmstraße für möglich erachten.

Dabei geht es um die Unterführung zwischen Bahnhof und katholischer Kirche. Würde man die Wilhelmstraße auf Höhe der Einmündung zur Ofengasse an einer Ampel überqueren können, könne die Stadt die Unterführung stilllegen, heißt es im Protokoll. Was sich aber wohl nur auf den Teil bezieht, der nicht unter Schienen läuft. Genaueres solle die Stadt in einem Gesamtkonzept erarbeiten, lautet die Empfehlung.

Keinen positiven Bescheid erteilten die Experten einer Tempo-30-Regelung in der Durchfahrtstraße in Rattenharz. „Die Verkehrssituation und die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten werden weiter beobachtet“, heißt es stattdessen. Gegebenenfalls würden in unregelmäßigen Abständen bußgeldbewehrte mobile Geschwindigkeitsmessungen stattfinden.  

Ebenfalls in Rattenharz wird aber ein Winterhalteverbot ausgesprochen. Von Oktober bis April darf in der Kaiserstraße zwischen den Häusern mit den Nummern 70 und 95 beidseitig nicht geparkt werden.

Auf der Kreisstraße von Rattenharz nach Unterkirneck wird künftig an der Einmündung Unterkirneck Tempo 50 gelten. Bislang durfte man hier 70 Stundenkilometer fahren.

Der Schulweg in Weitmars in der Straße Schulberg wird nicht mit Markierungen oder Verkehrsberuhigung versehen. Ebenfalls abgelehnt wurde ein Parkverbot im Einmündungsbereich Rechbergstraße und Gartenstraße.

Im Kreuzungsbereich In den Stumpengärten und Hohgartenstraße werden weitere zusätzliche Parkmarkierungen zugelassen. In der Kiesäckerstraße wird Tempo 70 beibehalten, auch beim Gebäude nahe der B29-Brücke.

Götzental bekommt 30er-Zone

Das Wohngebiet von Götzental und Venusberg wird 30er-Zone. Das hat der Gemeinderat beschlossen, wie von der Verkehrsschau empfohlen.

Die Zone umfasst die Götzentalstraße, Ofengasse, Am Venusberg, Silcherstraße und den Forstweg. Ausgenommen wird der Gärtnerweg: Dessen abgesenkter Bordstein könne dazu führen, dass die Vorfahrt bei einer Tempo-30-Zone unklar wird, so die Verwaltung.

Werner Kolb (Freie Wähler) forderte, ein Parkkonzept für das Gebiet zu erstellen. Auch Mario Capezzuto (SPD) machte das wilde Parken zum Thema und beklagte: „Darüber sprechen wir seit Jahren.“ Die Bürgermeisterin antwortete, dass eine großflächige Überplanung des Stadtgebiets nötig sei, um das Parken zu regulieren. Genau das habe sie schon zugesagt, allerdings erst für frühestens 2023.

Die beiden Stadträte brachten außerdem die Idee auf, im Gebiet auf dem Venusberg eine Einbahnregelung zu schaffen. Das werde die nächste Verkehrsschau begutachten, sagte Funk. cop

 

 

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