Baustelle auf der B 297 sorgt für lange Umwege

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Die B 297 ist ab sofort zwischen Lorch und Unterkirneck voll gesperrt.
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Die B 297 ist ab sofort zwischen Lorch und Unterkirneck voll gesperrt. Was der Grund dafür ist und wie die Sperrung umfahren werden kann.

Lorch

Während viele sich über die Trockenheit und Hitze in diesem Sommer unzufrieden zeigen, ist die Stirn von Dietmar Gunzenhauser im Moment diesbezüglich nicht von Sorgenfalten überzogen. Im Gegenteil: Als einer der Projektleiter für Straßensanierungen bei der Straßenmeisterei Schwäbisch Gmünd freut er sich darüber. Warum? Weil am Montag die Bauarbeiten auf der Bundesstraße B 297 gestartet sind – „und das Wetter dafür optimal ist“. Denn je trockener es ist, umso zügiger können die Mitarbeiter der Firma Leonhard Weiss dafür sorgen, dass die Bundesstraße saniert ist.

Vor allem geht es in den kommenden Wochen um die Beseitigung von zwei Rutschungen zwischen Lorch und Unterkirneck. Hinzu kommt, dass die Straße von viel Schwerlastverkehr gezeichnet ist. Um künftigen Rutschungen vorzugreifen, wird die komplette Entwässerung auf einer Gesamtlänge von 1,5 Kilometern erneuert. Und abschließend gibt es dann noch einen neuen Fahrbahnbelag. Bis 4. November – sofern die Bauarbeiten im Zeitplan sind – sollen dann alle Mängel behoben und die Straße wieder befahrbar sein.

Lange Umwege müssen durch die unumgehbare Vollsperrung der Bundesstraße in Kauf genommen werden. Über Adelberg und Schorndorf wird zur B 29 vom Filstal ins Remstal umgeleitet. In diesen sauren Apfel muss gebissen werden. Anders ist die Sanierung nicht möglich.

Ein paar Wochen Ruhe

Doch eben diese Vollsperrung hat auch eine gute Seite, die der Sprecher der Dorfgemeinschaft Unterkirneck, Frank Wölm, aufzeigt: „Dann haben die Anlieger mal ein paar Wochen ihre Ruhe.“ Zudem blickt er zuversichtlich auf das Ende der Bauzeit, denn die Straßensanierung hat noch einen großen Nebeneffekt.

Es werden nicht nur Rutschungen auf der Fahrbahn beseitigt, sondern auch vorbereitende Maßnahmen für die maßgebliche Erhöhung der Fußgängersicherheit im Bereich „Hohenlinde“ durchgeführt. Dort soll nämlich künftig eine Fußgänger-Signalanlage Sorge dafür tragen, dass die Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs gefahrlos über die Straße kommen. Dieser Wunsch war im vergangenen Jahr von den Einwohnern aus Ober- und Unterkirneck an die Stadtverwaltung herangetragen worden. „Und es ist einfach super, dass das jetzt klappt“, freut sich Wölm.

Mit ihm freut sich Lorchs Bürgermeisterin Marita Funk, die sich für eben diese Fußgänger-Querung der Bundesstraße sofort stark gemacht hat. In einer Verkehrsschau hatte sie den Wunsch der Kirnecker Bevölkerung an die zuständigen Behörden vor Ort weitergegeben. „Da musste einfach was passieren“, erklärt sie. Und wie Frank Wölm erinnert sie an die dunkle Jahreszeit. Zumal auch die Schulkinder an dieser Stelle an der B 297 in den Bus einsteigen müssen. Und, seit es die Schnellbusverbindung Göppingen-Lorch gibt, ist das Angebot noch mehr genutzt. Sprich, noch mehr Fußgänger nutzen die Haltestellen beim Gasthaus „Hohenlinde“ um nach Lorch oder Göppingen zu kommen. Und deren Sicherheit werde durch die Fußgänger-Signalanlage „massiv erhöht“.

Und es gibt noch einen dritten Punkt, den die Bauarbeiter im Zuge der Sanierung miterledigen: Die Bushaltestellen bei der „Hohenlinde“ werden barrierefrei ausgebaut. Also drei Fliegen mit einer Klappe, die bis 4. November erledigt sein sollen. Und bis dahin muss eben ein Umweg in Kauf genommen werden.

Die Umleitung über Adelberg-Schorndorf ist für den überörtlichen Verkehr, ausgeschildert. Wiederum die Anlieger aus Kirneck „wissen, welche Ortsverbindungsstraßen sie nutzen können“, ist sich Gunzenhauser sicher. Allerdings könne der Schwerlastverkehr hier nicht durchgelassen werden.

Da zwischen Unterkirneck und Lorch gesperrt ist, wird der Verkehr von und nach Göppingen über Adelberg umgeleitet. Grafik: rico

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