Bunte Stoffdreiecke zum Geburtstag

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Bunte Wimpel von allen Kindern der evangelischen Kitas in Lorch zieren den Kirchgarten: Pfarrer Christof Messerschmidt, die Leiterinnen der Einrichtungen und des Familienzentrums sowie Helfer Oliver Vonderach beim Aufhängen. Alle haben sich zuvor negativ getestet.
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Eine farbenfrohe Girlande schmückt den Kirchgarten in Lorch. Was es damit auf sich hat und was die evangelische Kirchengemeinde über die Pfingstfeiertage anbietet.

Lorch

Der Garten der Lorcher Stadtkirche bietet momentan einen fröhlichen Anblick: Bunte Wimpel flattern auf etwa drei Meter Höhe über dem Boden im Wind. Auf vielen sind Worte zu lesen, etwa: „Danke für mein Zuhause“ oder „Danke für die Eisdiele“. „Ganz tolle Sprüche“, sagt Ute Schneider-Crispen und lächelt warm: „Da merkt man richtig, was die Kinder bewegt.“ Die Erzieherin der Evangelischen Kindertagesstätte EKO steht am Donnerstagvormittag mit Pfarrer Christof Messerschmidt, Familienzentrumsleiterin Silke Böhnke und den Leiterinnen aller vier evangelischer Kitas im Kirchgarten.

Gerade haben Nicole Bulling und Claudia Haas zwei edle Tropfen an Oliver Vonderach übergeben und sich herzlich bedankt. Der Lorcher Dachdeckermeister hatte sich bereit erklärt, die 200 Meter lange Girlande mit 240 Wimpeln an den Bäumen im Garten aufzuhängen. „Wir haben ihn mit unserer Bitte nach dem Gottesdienst überfallen“, gesteht Claudia Haas verschmitzt. Sie leitet das Kinderhaus Naturino, Nicole Bulling die EKO. Auch Heidi Kutschera vom Mörikekindergarten ist vor Ort. Nicole Bulling erzählt: „Die Wimpel sind in einer gemeinsamen Aktion mit allen Eltern und Kindern der vier Kitas entstanden.“ Die Einrichtungen verschickten eine Wimpel-Vorlage per E-Mail, nach der zu Hause oder in der Notbetreuung ein Stoffdreieck gebastelt werden konnte. „Individuelle Worte des Dankes, verfasst von den Familien, schmücken die Wimpel.“

Es entstehe eine festliche Atmosphäre zu Pfingsten, dem „Geburtstagsfest der Kirche“, die die Besucher des Kirchgartens über die Sommermonate zum Verweilen einladen soll. „Außerdem sollen die Gedanken in diesen schwierigen Zeiten in eine positive Richtung geleitet werden“, so Bulling. Pfarrer Messerschmidt zeigt sich sichtlich beeindruckt. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Girlande so lang wird“, lobt er. Angelika Hoffmann, Leiterin der Kita in Weitmars, ergänzt, dass auch noch die Wimpel der Weitmarser Kinder an der Christuskirche im Lorcher Teilort aufgehängt werden.

Silke Böhnke schaut wohlwollend. „Das ist ein schönes Ausflugsziel für Familien, die hier ihre Werke betrachten können“, meint die Leiterin des Familienzentrums der Kirchengemeinde. „Anschließend können sie in der Stadtkirche bei unserer Pfingstaktion mitmachen“, empfiehlt sie. Denn ab Sonntag sind in der Kirche vier Stationen aufgebaut, die Pfingsten erlebbar machen. „Der Osterweg ist so gut angenommen worden, da wollten wir jetzt wieder etwas bieten.“

Und so wird es als erste Station ein Puzzle geben. Kinder, aber auch Erwachsene sind eingeladen, vier Bilder nachzulegen, die aus den Darstellungen am Geländer der Kirchenempore stammen. „Danach dreht sich das Thema um die Taufe.“ Am Taufstein bekommen die Familien Impulse, um über ihre Tauferlebnisse zu sprechen. Anschließend wird im Altarraum die Pfingstgeschichte kindgerecht beschrieben. „Und am Schluss kann jeder eine Taube basteln, die an einem Zweig aufgehängt wird.“ Silke Böhnke mag die Idee, dass den Menschen durch die Aktion das Pfingstfest nähergebracht wird. „Weil viele davon deutlich weniger wissen als von Ostern und Weihnachten.“

Die Wimpel im Lorcher Kirchgarten werden den Sommer über hängen bleiben. Die Pfingststationen in der Stadtkirche sind von Pfingstsonntag, 23. Mai, bis einschließlich Sonntag, 30. Mai, aufgebaut. Die Kirche ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet, das Tragen einer Maske ist Pflicht ab sechs Jahren.

Wir haben ihn mit unserer Bitte nach dem Gottesdienst überfallen.“

Claudia Haas,, Kinderhaus-Leiterin

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