Café-Bistro im Lorcher Reiterstüble: Eine Wirtin mit vielen Ideen

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Wirtin Bettina Süpfle begrüßt ihre Gäste am Liebsten auf der Terrasse vor dem Reiterstüble beim Lorcher Reitverein.
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Bettina Süpfle bietet Kaffee, Kuchen und Co. auf dem Hof des Reitvereins Lorch. Was die Wirtin plant.

Lorch. Ein richtiges Restaurant ist es nicht und soll es auch nicht werden: Bettina Süpfle hat im Reiterstüble des Reitvereins Lorch am Goldwasen erstmals einen Gastronomiebetrieb eröffnet. Was bislang als Aufenthaltsraum für Reiterinnen und Reiter genutzt wurde, ist seit 2019 ein uriges kleines Lokal - mit Blick in die Reithalle.

Besonders beliebt und das Zugpferd des Betriebes ist die Terrasse vor der Reithalle. Mit Sitzgelegenheiten für etwa 40 Gäste, Liegestühlen und einem Strandkorb, lockt die Terrasse an sommerlichen Tagen zahlreiche Gäste auf den Reiterhof. Viele Radfahrer oder Wanderer, die auf dem Weg zwischen Lorch und Schwäbisch Gmünd unterwegs sind, kehren hier ein, sagt Bettina Süpfle. Und obwohl sie wegen der Corona-Lockdowns öfter geschlossen als geöffnet hatte, habe sie bereits einige Stammkunden, die hier regelmäßig ihre Nachmittagsstunden verbringen. Geöffnet hat das Reiterstüble derzeit mittwochs bis freitags und sonntags von 14 bis 18 Uhr. 

Frisch, regional, selbstgemacht

Qualitativ gute Zutaten, frisch, regional und selbstgemacht - darauf können sich Gäste im Reiterstüble verlassen, versichert die Wirtin und ergänzt: "Im Winter gibt es bei uns keinen Erdbeerkuchen." 

Neben Kaffee und Kuchen sind Flammkuchen und Panini im Reiterstüble Standardprogramm. Manchmal gibt es auch Wurstsalat, Maultaschen oder Fleischkäse. Mal Waffeln mit heißen Kirschen. Im Winter kann's auch mal eine Gulaschsuppe sein. Speisen, wie Rostbraten bietet Bettina Süpfle nicht an. Die gerade einmal acht Quadratmeter große Küche biete da keinen Platz, weshalb sie ihr Lokal auch eher als Café oder Bistro bezeichnet. Hungrig muss hier aber niemand gehen. 

Zwischen Gastronomie und Pferden

Bettina Süpfle hat in den Räumlichkeiten des Reitvereins ihre Chance gefunden, ihre beiden Leidenschaften zu verbinden: das Reiten und die Gastronomie. Morgens in den Stall, mittags hinterm Tresen, zwischendurch schnell nach ihrem Pferd schauen. Nach etwa 15 Jahren Reiterpause und einem Leben an der Nordsee, ist die Schorndorferin in die Heimat und zum Lorcher Reitverein zurückgekehrt. "Ich bin hier durchgelaufen und dachte, das ist es", sagt die Pächterin. Viel Herzblut und viel Zeit habe sie in die Renovierungsarbeiten des in die Jahre gekommenen Reiterstübles gesteckt und sich damit zum ersten Mal selbstständig gemacht. 

Obwohl seit Eröffnung bereits drei Jahren vergangen sind, hatte die Wirtin bislang wenig Gelegenheit, viele Gäste zu empfangen und sich mit ihrem Lokal im Umkreis einen Namen zu machen. Nach gerade einmal neun Monaten musste Bettina Süpfle im Frühjahr 2020 das Reiterstüble zum ersten Mal wegen Corona wieder schließen. Es folgte ein "auf, zu, auf, zu" mit wenig Planungssicherheit. Dabei schlummern viele Ideen in ihr. 

Viele Ideen von Grillabenden bis Glühweinrunde

"Ich habe hunderttausend Ideen, was man machen kann", sagt Bettina Süpfle. Dabei denkt sie an Grillabende oder -nachmittage auf der Terrasse, Glühweinrunden im Winter, Konzerte, aber auch an Menüabende mit mehreren Gängen. Was ihr fehlt: Personal. Drei Aushilfen beschäftigt sie derzeit. An Sonntagen im Sommer, wenn die Terrasse voll ist, sei das kaum zu bewältigen. Zudem fehlt ein richtiger Koch. Dafür bekommt die Gastronomin Unterstützung von ihren Eltern. Die selbstgemachten Kuchen von ihrer Mutter schätzen die Reiterstüble-Gäste sehr.

Wirtin Bettina Süpfle begrüßt ihre Gäste am Liebsten auf der Terrasse vor dem Reiterstüble beim Lorcher Reitverein.
Immer frisch und selbstgemacht: Bettina Süpfle bietet mittwochs bis freitags und sonntags Kuchen und mehr im Lorcher Reiterstüble an.
Das Reiterstüble.
Genuss mit Blick in die Reithalle.

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