Die Mutter der Lorcher Sternsinger ist 50

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Jetzt eine Fünfzigerin: Sabine Breyer.

Die Lorcherin Sabine Breyer engagiert sich in der Kirche und besonders für junge Menschen.

Lorch. Es ist wohl eher selten, dass sich jemand zum Geburtstag einen Dankgottesdienst wünscht. Sabine Breyer wollte das zum 40., zum 50. hält sie’s nun genauso. „Mir ist es sehr wichtig, Gott zu danken.“ Vor zehn Jahren hat die Lorcherin ihren Wunsch auf dem Hohenrechberg erfüllt bekommen, dort ist sie möglichst oft bei der monatlichen Nachtwallfahrt dabei. Dieses Mal wird der Waldstetter Pfarrer Dr. Horst Walter den Gottesdienst in St. Laurentius halten. In Waldstetten hilft sie oft bei Gemeindefesten.
„Der Glaube gibt mir Kraft, Hoffnung und Frieden“, sagt die Lorcher katholische Kirchengemeinderätin, die sich selbst als „Lourdes-geprägt“, als Marien-Verehrerin und „vom Herzen katholisch“ bezeichnet. „Mutter der Sternsinger“ nennt sie die Lorcher evangelische Pfarrerin im Ruhestand Regine Kuntz-Veit. Denn auch das zeichnet Sabine Breyer aus: Sie schaut gern über den Tellerrand. So hat sie Kuntz-Veit einige Male als Betreuerin unterstützt, wenn diese mit Schülern nach Taizé gefahren ist. Und fürs ökumenische Waldfest in Lorch organisiert sie regelmäßig das Sportprogramm. Weil es darum geht, die jungen Leute zum Fest zu holen, sagt sie.

Kinder und Jugendliche liegen ihr sehr am Herzen, sagt Sabine Breyer. Und „für die Sternsinger lebe ich“. Dafür nimmt die Schuhmacherin zwei Wochen Urlaub, um, „natürlich im Team“, Pläne aufzustellen, Gewänder bereitzumachen und Essen zu organisieren. Denn - vor Corona - seien die Lorcher Sternsinger jeweils drei Tage unterwegs gewesen, abends gab‘s immer ein gemeinsames Essen im Gemeindehaus, bei dem die Kinder die erhaltenen Süßigkeiten untereinander aufteilten und darüber redeten, wieviel Geld für den guten Zweck sie gesammelt haben. Sabine Breyer war es auch, die zusammen mit Ana Fritz, der Leiterin der Lorcher Grundschule, das Sternsinger-Mobil, das spielerisch an die Lebenswirklichkeit von Kindern aus anderen Ländern heranführen will, aus Aachen an die Schule geholt hat. Neue Kinder zu werben, werde immer schwieriger, sagt Breyer. Als sie vor 20 Jahren anfing, waren es 60, „heute muss ich froh sein, wenn ich 30 Kinder habe“.

Da passt es, dass Sabine Breyer sich als Optimistin bezeichnet. Sie habe ihn ihrem Leben „fast nie“ die Hoffnung aufgegeben. Und das war bestimmt nicht immer einfach. Denn seit ihrer Kindheit zittert und stottert sie, seit ihrer Jugend leidet sie an Epilepsie. „Das nimmt“ einen mit“, wie gemein manche Menschen darauf reagieren. Zum Geburtstag wünscht sie sich Frieden und dass nicht jeder nur sein eigenes Ding macht.

Der Dankgottesdienst für Sabine Breyer in der Waldstetter Kirche St. Laurentius ist am Samstag, 2. Juli, um 14 Uhr.

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