Nach Starkregen in Lorch: ein Schutzwall im Götzental?

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Die Brücke über dem Lorcher Götzenbach ist deutlich beschädigt. DIe Stadt wird sie sanieren und plant gleichzeitig mehr Hochwasserschutz am Bach. 
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Lorch beschließt neue Brücke in der Götzentalstraße. Außerdem will die Stadt mehr Hochwasserschutz.

Lorch. Für rund 475 000 Euro wird eine Brücke über den Götzenbach in der Götzentalstraße erneuert. Das hat der Gemeinderat der Stadt Lorch einstimmig beschlossen. Das Bauwerk auf Höhe der Hausnummer 35 steht schon seit 2018 auf der Sanierungsliste der Verwaltung. Beim Starkregen vor einigen Tagen gab es dann „Abgänge an einer Seite“, erklärte Bürgermeisterin Marita Funk. Die Stadt erhalte 170 000 Euro Förderung für die Maßnahme. Stadtbaumeister Achim Waibel sagte, dass mit der Neuverdolung des Bachs der Kanal ausgetauscht und die dortigen Wasserleitungen neu verlegt werden müssten. Das erkläre die hohen Kosten. Der Neubau werde neben die jetzige Brücke gesetzt, damit diese während des Baus weiter genutzt werden kann. Waibel versprach die Wiederherstellung der jetzigen Möglichkeit, an der Stelle zu parken.

Auf Anregungen einzelner Stadträte beschloss der Rat außerdem, eine hydrologische Untersuchung in Auftrag zu geben. Anlass war der häufige Starkregen der jüngsten Zeit. Die Untersuchung soll mehrere Punkte näher beleuchten. Thomas Vetter (CDU) hatte gemahnt, dass der Götzenbach am Oriaplatz sehr hoch gestanden habe. Nun werde untersucht, was dort optimiert werden könne. Vetter schlug einen Untergrund mit höherem Schluckvermögen vor.

Manfred Schramm (SPD) griff die Idee eines Schutzwalles für die Innenstadt auf. In der Juni-Sitzung hatte der für den Hochwasserschutz am Götzenbach zuständige Ingenieur Matthias Strobel gesagt, dass ein Wall außerhalb der Innenstadt unwirtschaftlich sei. Ob es nach der Starkregenkatastrophe nicht doch Zuschüsse dafür geben könnte, fragte Schramm. Funk sagte zu, das abzufragen. Mario Capezzuto (SPD) beschrieb den besten Platz für einen Schutzwall im Götzental zwischen See und Schelmenklinge. Dort liege eine Wiese schon etwas vertieft. Ein Vorschlag, den man als „Staupotenzial im Götzental“ untersuchen lassen kann, sagte Funk.

Schließlich fragte Christian Fischer (CDU), ob der Hochwasserschutz an der Ofengasse jetzt nicht auch förderfähig sei. Dieser Abschnitt, in dem die Stadt den Götzenbach ähnlich einfassen will wie in der Stadtmitte, war von höheren Stellen bislang von Förderungen ausgenommen worden. „Der Starkregen hat gezeigt, dass hier ein weiterer Problembereich existiert“, mahnte Fischer. Funk nahm auch diese Anregung in den Beschlussvorschlag auf, der vom Gremium einstimmig angenommen wurde.

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