Einfamilienhaus brennt komplett aus

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Nach dem Brand ist vom Einfamilienhaus nur noch das Gerippe übrig.

Vom einstigen Huf-Haus steht nurmehr eine Ruine. Lorcher Feuerwehr war mit 40 Mann und fünf Fahrzeugen im Einsatz. Rund 500 000 Euro Sachschaden.

Lorch

Bei einem Großbrand an der Beethovenstraße 59 in Lorch-Kellerberg ist am Sonntag ein Einfamilienhaus niedergebrannt. Nach Aussage der Lorcher Feuerwehr, die mit einem Komplett-Aufgebot von 40 Mann und fünf Fahrzeugen im Einsatz war, ist das einstige Huf-Haus zur Ruine niedergebrannt. Auf mindestens eine halbe Million Euro wird der Sachschaden geschätzt.

Die Hauseigentümer befanden sich noch auf der Heimreise aus dem Urlaub in Kroatien. Die 22 Jahre alte Tochter war allein im Haus, als das Feuer am Vormittag ausbrach. Sie erlitt einen Schock. Rettungssanitäter des DRK kümmerten sich um die junge Frau. Sie werde zunächst bei Freunden unterkommen, hieß es.

Ursache bislang unklar

Wann der Brand genau ausgebrochen war, konnten weder Polizei noch Feuerwehr sagen. Allerdings sei der Alarm gegen 9.45 Uhr eingegangen, berichtete der Chef der Lorcher Feuerwehr, Marco Wahl. Zeitweise loderten helle Flammen aus dem Hausdach und der angrenzenden Garage. Dort brannte ein Hybrid-Auto bist auf das Stahlskelett nieder. Für dieses Wrack musste ein Spezialcontainer angefordert worden. Denn wegen seiner Batterien gelten bei diesem Fahrzeugtyp wie auch bei reinen Elektrofahrzeugen besondere Sicherheitsvorkehrungen. Die Autos kommen in den luftdicht abzuschließenden Container, der wiederum mit Wasser gefüllt wird, damit während mehrerer Tage "Quarantäne" die Batterien abkühlen. Anschließend werden Wasser und Fahrzeugreste als Sondermüll entsorgt.

Wodurch der Brand in diesem Haus ausbrach, ist noch nicht geklärt. Das ist jetzt Sache der Brandexperten der Polizei, die die Ruine untersuchen. Was kein ungefährliches Unterfangen werden dürfte, denn schon am Sonntag wurde klar, dass sowohl die Zwischendecke zu dem Räumen im Dachgeschoss wie auch die Stützbalken erheblich gelitten haben und womöglich Einsturzgefahr besteht.

In dunkle Rauchwolken gehüllt

Nachdem die Flammen weitgehend gelöscht waren und die verkohlten Dachbalken in den blauen Lorcher Himmel ragten, begann die Feuerwehr, die Dachziegel zu entfernen und in der Hausdämmung nach Glutnestern zu suchen. Die Hitze, die bei dem Brand entstand, war so groß, dass bei dem rechten Nachbarn drei Fensterscheiben zersprangen und mehrere Rollläden schmolzen. Er sei grade am Frühstückstisch gesessen, als er ein Knistern hörte, sagte der Nachbar. Als er raussah, habe er den Brand entdeckt und die Feuerwehr benachrichtigt. Eine weitere Nachbarin, die ihren Namen nicht nennen wollte, hatte zunächst ein Knistern gehört, aber vermutet, es brenne womöglich ein Auto. Als sie auf die Straße sah, war das Haus bereits in dunkle Rauchwolken gehüllt.

Die stiegen mehrere 100 Meter hoch in den Himmel und waren auch in mehreren Kilometern Entfernung deutlich zu erkennen.

Die Eigentümer seien bereits auf dem Rückweg aus ihrem Urlaub, sagte ein Verwandter,, der vom Haldenberg auf den Kellerberg geeilt war. Sie seien von ihrer Tochter von dem Unglück informiert worden.

Für Lorchs Bürgermeisterin Marita Funk war es der erste große Unglücksfall ihrer erst knapp zehnwöchigen Amtszeit. Sie bot sofort Hilfe an. Sollte die Familie Unterstützung wie zum Beispiel eine Notunterkunft benötigen, könne sie sich an die Stadt wenden. Sie lobte die Feuerwehr für den Einsatz: "Ich bin froh, dass wir eine so schlagkräftige Truppe haben." Froh sei sie außerdem, dass es keine Verletzten gegeben habe.

Zur Brandbekämpfung wurde neben der Drehleiter aus Lorch eine weitere aus Gmünd angefordert. Die Bürgermeisterin ist froh, in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit den Räten über die Anschaffung einer zweiten Drehleiter für Lorch gesprochen zu haben.

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