Familie wohnt nun bei Verwandten

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Schwierige Suche nach der Ursache am ausgebrannten Wohnhaus am Kellerberg.

Lorch. Die letzten Glutnester waren am Sonntagabend gelöscht, an diesem Montag haben sich Kriminaltechniker am ausgebrannten Wohnhaus am Lorcher Kellerberg auf die Spurensuche gemacht.

Am Sonntag ist in Lorch ein Einfamilienhaus komplett nieder gebrannt.

Das Besitzerehepaar ist inzwischen aus dem Urlaub heimgekehrt und wird zusammen mit der 22 Jahre alten Tochter vorübergehend bei Verwandten untergebracht, wie die Lorcher Bürgermeisterin Marita Funk erzählt, die mit der Familie gesprochen hat. Bei der Suche nach einer längerfristigen Bleibe will die Lorcher Stadtverwaltung behilflich sein. "Unser Ordnungsamt hat schon Kontakt zu Anbietern von Ferienwohnungen und normalen Wohnungen aufgenommen", sagt Funk.

Kommt ein Gutachter?

An der Brandruine waren inzwischen Experten von der Kripo zugange, um die Brandursache zu ermitteln. Ohne Erfolg: "Das Haus ist so stark zerstört, dass gar nicht alle Bereiche betretbar sind", sagt Jonas Ilg von der Polizei in Aalen. "Bei solchen Fällen ist es immer schwierig", fügt dessen Kollege Holger Bienert hinzu. Nun müsse die Staatsanwaltschaft klären, ob ein Gutachter herangezogen werden soll.

Marco Wahl, Kommandant der Feuerwehr in Lorch, kann schon Bilanz ziehen. Nach mehr als zehn Stunden Einsatz war die Arbeit am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr für ihn und seine mehr als 40 Feuerwehrleute beendet. "Es mussten noch einige Glutnester abgelöscht werden", sagt Wahl. Am Wohnhaus, das schon beim Eintreffen der Wehrleute "im Vollbrand" gewesen sei, war von Anfang an nichts mehr zu retten. Die Holzbauweise habe für eine enorme Hitzeentwicklung gesorgt, so Wahl. Die Hauptaufgabe sei es gewesen, ein Übergreifen des Brands auf Nachbargebäude zu verhindern – "das war eine reelle Gefahr", sagt der Feuerwehrchef.

Auto unter Wasser gesetzt

Auch das in der Garage ausgebrannte Hybridfahrzeug ist fachgerecht behandelt worden. "Ich wollte das Auto weghaben", sagt Marco Wahl. Um die Batterien herunterzukühlen: "Wir haben einen Containerdienst organisiert mit einem Muldencontainer, in dem wir das Fahrzeug zunächst für eine Weile unter Wasser gesetzt haben."

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